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Hückeswagen: Ein Leben hinter den sieben Bergen

Hückeswagen : Ein Leben hinter den sieben Bergen

Zu Fuß aus dem Dörpetal macht sich Iris Wieland auf Remscheider Seite auf die Reise. Bergan geht sie einen schmalen Wanderpfad von Dörpmühle nach Steffenshagen hoch, wo sie in einem Stall ihr Pferd untergestellt hat. Der Grund, warum die Hobbyreiterin aus Wuppertal-Ronsdorf nicht mit dem Auto weiterfährt, liegt auf der Hand: Der Neubau der Brücke macht eine Passage an dieser Stelle unmöglich. "Ich müsste ansonsten einen Riesen-Umweg fahren, und es dauert mindestens 20 Minuten länger", hat die Wuppertalerin festgestellt. Allerdings sei sie glücklicherweise nur halbtags berufstätig, so dass sie sich das leisten könne. "Aber ich kenne auch Reiterkolleginnen in Steffenshagen, die haben nun ein Zeitproblem."

Die Ausweichstrecke über Bergisch Born scheint bei den Autofahrern alles andere als beliebt zu sein. Kommt es doch durch die höhere Anzahl an Fahrzeugen auf der B 237 und B 51 immer wieder zu einer Überlastung des großen Kreuzungsbereichs in Bergisch Born und damit zu zeitweise längeren Wartezeiten.

Für einen 48-jährigen Anwohner von Dörpmühle ist die Sperrung der Kreisstraße 2 zwar hinderlich, aber nicht das größte Problem. "Die Strecke über Bergisch Born ist doch ständig komplett überlastet. Und dann werden da auch noch Radarmessungen gemacht", ärgert sich der Autofahrer. Allerdings gewinnt der Anwohner der Vollsperrung auch positive Aspekte ab. "Ich kann kann mich nicht erinnern, dass es hier unten im Dörpetal schonmal so ruhig gewesen ist", meint er – und fügt lächelnd hinzu: "Nun leben wir wieder hinter den sieben Bergen."

Frage des tages

(RP)