Hückeswagen: Ein Fest für den Kunstrasen

Hückeswagen : Ein Fest für den Kunstrasen

Vor dem illuminierten Schloss wird am Freitag, nach dem ersten „Hüttenzauber“-Tag, gefeiert – mit Pyramiden-Eröffnung, Feuerwerk und Livemusik. Alle Einnahmen sind für den Kunstrasen-Platz bestimmt.

Für Bürgermeister Uwe Ufer ist der Fall klar: „Der Kunstrasen-Platz wird 2009 gebaut.“ Das versprach er gestern in einem Pressegespräch – und ergänzte umgehend: „Aber wir sind noch nicht am Ziel.“ Konkret heißt das: 600 000 Euro müssen nach bisherigen Kostenschätzungen in den neuen Sportplatz an der Schnabelsmühle investiert werden. Davon zahlt die Stadt 300 000 Euro, noch einmal die selbe Summe muss über Spenden aufgebracht werden. Bislang sind 150 000 Euro im Spendentopf, wie der Vorsitzende des Stadtsportverbandes, Jürgen Löwy, gestern mitteilte.

Am kommenden Freitag soll noch einmal ein dicker Batzen hinzukommen. Monika Winter und Mitstreiter im Stadtmarketing hatten die Idee, nach dem ersten Tag des Weihnachtsmarktes „Hüttenzauber“ am Abend ein großes Fest vor dem Schloss zu organisieren. Alle dort aus dem Verkauf von Speisen und Getränken erzielten Einnahmen sollen in den Topf für den Kunstrasenplatz fließen. Wer möchte, kann dann auch noch symbolisch einen Quadratmeter Kunstrasen erwerben – für 20 Euro.

Ein Anziehungspunkt wird am Freitagabend die große Holzpyramide auf dem Schlossplatz sein, die dann erstmals beleuchtet wird. Für Live-Musik sorgen Sänger und Keyboarder der Band „Softcake Parade“. Sie traten erstmals an dem Samstagabend in Hückeswagen live auf, als die Stadt im spannenden Finale den WDR 2-Tag gewann. Am Freitag kommen sie mit „dem Anlass angemessener Musik“, wie Ufer ankündigte. Es wird also weniger rockig-laut als vielmehr stimmungsvoll vorm Schloss, wenn auf dem Weihnachtsmarkt im Island die Hütten geschlossen haben.

  • Hückeswagen : Leidenschaft steckt an
  • Radevormwald : Footballer wechseln nach Hückeswagen
  • Remscheid : Hückeswagen

Unterdessen geht’s beim Projekt Kunstrasenplatz auch unabhängig vom Spendenmarathon voran. Der Hückeswagener Diplom-Ingenieur Karl-Heinz Breidenbach hat die Pläne fertiggestellt, den Platz vermessen und Tragfähigkeits-Kontrollen vornehmen lassen. Seine Unterlagen sind komplett, damit kann der Auftrag ausgeschrieben werden. Die Auftragsvergabe ist dann Sache des Stadtsportverbandes. Breidenbach geht davon aus, dass Start der Bauarbeiten im Mai sein kann. Bis Ende Juli sollten sie abgeschlossen sein.

Karl-Heinz Breidenbach hat viel Arbeit in die Planunterlagen und Voruntersuchungen gesteckt. Der Ingenieur tat es ehrenamtlich aus Verbundenheit zum Sport und speziell zu „seinem“ Fußballverein, dem RSV 09. „Ich wollte mich nicht fragen, was Andere für unseren Hückeswagener Sportplatz tun, sondern lieber, was ich selbst dazu beitragen kann“, sagte Breidenbach gestern. Uwe Ufer und Jürgen Löwy hoffen, dass Breidenbachs Beispiel Schule macht. Ufer: „Wir müssen alle noch mal richtig Gas geben, aber ich sehe schon jetzt eine große Solidarität in der Sache unter den Hückeswagenern.“

(RP)
Mehr von RP ONLINE