Hückeswagen: Ein-Euro-Verein startet neue Abstimmung

Hückeswagen: Ein-Euro-Verein startet neue Abstimmung

Die Auswahl: Trimmgerät für Vorsperre, "Umkleideschnecken" für Bever und Hinweisschild für Rosengarten.

Aus 25 neuen, aber auch bereits vorhandenen Ideen, die den Verein "(D)ein Euro für Hückeswagen" erreicht haben, stellt der Beirat seinen 330 Mitgliedern wieder drei Projekte zur Abstimmung. Der Vorschlag mit den meisten Stimmen wird als nächster von dem Förderverein finanziert.

Der 2015 gegründete Ein-Euro-Verein hat sich zum Ziel gesetzt, soziale, kulturelle und sportliche Projekte und Ideen in der Schloss-Stadt zu realisieren, für die es sonst keine Mittel geben würde. So wurde beispielsweise ein Defibrillator für den Sportplatz Schnabelsmühle mitfinanziert, es wurden Sitzbänke im Stadtgebiet errichtet - etwa an der Islandstraße, auf dem Friedhof und am Radweg -, und es wurden Einzelspenden für kleinere Projekte für DLRG, Imkerverein und RSV 09 ausgeschüttet. Ende 2016 war die Umstellung der Weihnachtsbeleuchtung der Marktstraße auf LED finanziert worden, und im Frühjahr soll die Fassade des Bürgerbads durch ein Graffiti verschönert werden, teilte gestern der Beiratsvorsitzende und Initiator des Vereins, Andreas Pohl, mit.

Zwischen dem 20. Februar und dem 20. März können die Mitglieder für ihren Favoriten über die Internetseite www.1eur-hw.de oder per E-Mail an abstimmung@1eur-hw.de abstimmen. Projekt 1 ist ein Edelstahltrimmgerät für die Wupper-Vorsperre. "Sie ist ein über die Stadtgrenzen hinaus beliebter Anziehungspunkt für Erholungssuchende, wie Jogger, Radfahrer, Spaziergänger und Inlineskater", betonte Pohl. Viele nutzten den 4,5 Kilometer langen Rundweg täglich. Nun wurde die Bitte an den Verein herangetragen, dort ein Trimmgerät aus wetterfestem Edelstahl zu installieren, das von jedem genutzt werden kann. Da die Kosten derzeit noch nicht exakt beziffert werden können, ist laut Pohl auch die Installation von mehreren Geräten möglich.

Bei Projekt 2 handelt es sich um sogenannte Umkleideschnecken für die Badestellen der Bever-Talsperre - das Projekt war im vorigen Jahr den neuen Sitzgelegenheiten im Island unterlegen. Bei den "Schnecken" handelt es sich um frei zugängliche, nicht abschließbare, aber dennoch blickgeschützte Umkleidekabinen. Da der Zugang zu diesen Kabinen leicht wendelförmig ist, werden sie auch Umkleideschnecken genannt.

Eine Hinweisbeschilderung auf die historische Bedeutung des Pavillons im Rosengarten bildet das Projekt 3. Das Hinweisschild soll in der Optik den bereits im Stadtgebiet vorhandenen Schildern angepasst sein. Nach Auszählung der eingegangenen Stimmen, etwa Ende März, wird das neue Projekt bekanntgegeben, das dann vom Ein-Euro-Verein finanziert wird.

Wer sich dem Verein anschließen möchte, kann dies online auf seiner Internetseite tun. Beitrittserklärungen liegen zudem bei Optiker Lammert, Bahnhofstraße, aus. "Selbstverständlich nimmt auch jedes andere Vorstands- oder Beiratsmitglied Neuanmeldungen gerne entgegen", versichert Pohl.

(büba)