Kommentar: Ein Brief statt Köttel-Knöllchen

Kommentar: Ein Brief statt Köttel-Knöllchen

Alle Hundehalter in der Stadt wegen einer Sache anzuschreiben, die eigentlich selbstverständlich sein sollte, ist aufwändig und kostet Geld. Es scheint dennoch der richtige Weg, die Zweibeiner an Pflichten zu erinnern, die sie als Halter eines Vierbeiners nun einmal haben – nicht nur ihrem Tier, sondern auch den Mitmenschen gegenüber. Viele kennen sie ohnehin, beachten sie auch – und sind selbst sauer auf andere Hundefreunde, die sich um die Hinterlassenschaften ihres tierischen Hausgenossen eben jenen Dreck scheren, den sie der Allgemeinheit zumuten. Denn dieses Verhalten ist der allgemeinen Tier- und Hundeliebe nicht gerade förderlich und macht letztlich allen unter Generalverdacht gestellten Hundehaltern das Leben schwerer als es sein müsste. Zum Brief der Stadt gibt es keine Alternative. Immer wieder geforderte Kontrollen sind nicht möglich. Wer soll denn in Hückeswagen in wessen Auftrag und auf wessen Kosten hinter über 1500 Hunden und ihren Haufen herschnüffeln? Und dann womöglich Köttel-Knöllchen an wen auch immer schreiben? Nach städtischer Satzung ist die Ahndung der Schweinerei möglich, in der Praxis ist sie es nicht.

(RP)