Schlosskonzert-Reihe: "Drei Mauerblümchen" im Heimatmuseum

Schlosskonzert-Reihe: "Drei Mauerblümchen" im Heimatmuseum

Zum Auftakt ins neue Jahr sind 100 Besucher ins Heimatmuseum gekommen. Sie lauschten den Klängen und Gesängen eines Trios, dass sich die "Drei Mauerblümchen" nennt.

Das war ein sehr gut besuchter Auftakt ins neue Jahr für die Schlosskonzert-Reihe. 100 Besucher kamen am Samstagabend ins Heimatmuseum, um beim dritten Konzert der aktuellen Spielzeit der "Musik für drei Mauerblümchen", so der Titel des Abends, zu lauschen. Die drei "Mauerblümchen" waren im Oktober 2014 schon einmal zu Gast, seinerzeit war es das erste Konzert des damals neuen Vereins "Schlosskonzerte Hückeswagen". Auch damals sei die Resonanz großartig gewesen, sagte Gerhard Welp in seiner Einführung.

Dreieinhalb Jahre später hatte das Trio in der ungewöhnlichen Besetzung Bratsche (ganz hervorragend: Verena Wittmann), klassische Gitarre (sehr virtuos: Barbara Lechner) und Akkordeon/Klavier (überaus sicher: Dorrit Bauerecker) einmal mehr im Rahmen der Schlosskonzerte in der Schloss-Stadt Station gemacht. Und brachte neben der hervorragenden instrumentalen Darbietung vor allem eines ins Heimatmuseum: gute Laune. Denn das Trio servierte seinen Zuhörern knapp zwei Stunden "Feine Salonmusik, oder: Die Verwandlung vom bescheidenen Veilchen zur glamourösen roten Rose".

Diese ungewöhnliche Besetzung hatte dennoch genug Literatur gefunden, um einen Abend gestalten zu können. Die war mal älter, etwa von Franz Schubert, von dem ein "Menuett" gegeben wurde, oder von Schuberts Zeitgenossen Luigi Boccherini, dessen "Introduction" und "Fandango" vor allem der Bratsche eine Menge Spielraum boten. Aber auch moderne Lieder wie Nina Rotas "Zirkusmusik" aus dem Film "8 1/2", Franz Lehárs "Meine Lippen, sie küssen so heiß" oder der "Libertango" von Astor Piazolla wurden geboten. Da passte Wittmanns Anmoderation von Michel Péguris fröhlicher "La Bourrasque" perfekt: "Wir wollen Brücken schlagen zwischen der E- und U-Musik. Es gibt einfach eine so große Bandbreite an spielens- und hörenswerter Musik."

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Dazu passte etwa auch der irische Song "Danny Boy", der ja schon von so vielen Ensembles dargeboten wurde. Im Kontext von Gitarre, Bratsche und Klavier wurde das Stück aber noch einmal eine ganze große Ecke schöner. Nicht zuletzt, weil Wittmann und Lechner die dritte Strophe auch noch wundervoll mit ihren schönen Stimmen begleiteten. Auch Hans Hammerschmids Verbeugung vor der großen Hildegard Knef, natürlich das unsterbliche "Für mich soll's rote Rosen regnen", großartig gesungen von Wittmann, Bauerecker und Lechner, gab es im Programm.

Das nächste Schlosskonzert ist am Samstag, 10. März. Dann gibt es Klaviermusik zu vier Händen von Schumann, Smetana und Dvorak. Es spielen Ruth Forsbach und Uta Klisch.

(wow)