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Hückeswagen: Die Zukunft der Heiligen Drei Könige

Hückeswagen : Die Zukunft der Heiligen Drei Könige

Im vergangenen Jahr hatte die katholische Gemeinde zu einem Gedankenaustausch eingeladen, um neue Ideen für die Organisation des Dreikönigssingens zu sammeln. Zwei Gründe waren ausschlaggebend dafür: Es gibt weniger engagierte Kinder, was nicht allein durch den demografischen Wandel bedingt ist. Des Weiteren stehen die Sternsinger oft vor verschlossenen Türen, weil die Hausbewohner arbeiten. Oder sie können nicht alle Wohngebiete abdecken. "Gerne würden die Sternsinger alle Erwartungen der Hückeswagener erfüllen, doch von 53 Bezirken im Stadtgebiet können nur noch 20 bis 25 Bezirke besucht werden", sagte Gemeindereferentin Jutta Grobe Anfang des Jahres.

Die gesammelten Ideen aus dieser Gesprächsrunde werden nun umgesetzt. "Zum einen haben die Sternsinger bei einem Spaziergang im Vorfeld Zettel in den Briefkästen verteilt, die den Besuch ankündigen. Zum anderen können sich Anwohner der verwaisten Bezirke melden, wenn sie einen Besuch der Sternsinger wünschen", sagt Grobe. Diese Haushalte werden dann mit einer Sternsinger-Gruppe explizit angesteuert. "Ich denke, dieses Prinzip wird sich auf Dauer durchsetzen."

Um noch mehr Kinder für die Sternsinger-Aktion zu begeistern, macht Jutta Grobe viel Werbung an den Grundschulen und in den Klassen 5 und 6 der weiterführenden Schulen. "Es ist nun einmal so, dass der Kirchenbesuch abnimmt. Und wo sollen es die Kinder sonst hernehmen?", fragt die Gemeindereferentin. Weitere Kinder und erwachsenen Begleiter, die sich an der Aktion Dreikönigssingen 2017 beteiligen möchten, sind jederzeit willkommen.

"Alle können wir als Werkzeuge Gottes an der Bewahrung der Schöpfung mitarbeiten, ein jeder von seiner Kultur, seiner Erfahrung, seinen Initiativen und seinen Fähigkeiten aus", schreibt Papst Franziskus in seiner Enzyklika.

(heka)