Die DLRG erweitert ihre Rettungswache am Beverdamm.

Hückeswagen: DLRG-Wachstation wird ausgebaut

Die DLRG erweitert ihre Rettungswache am Beverdamm. Der Bebauungsplan wird auf Kosten der Stadt geändert.

Seit vielen Jahrzehnten sorgt die DLRG mit ihren ehrenamtlich tätigen Rettungsschwimmern für die Sicherheit der Badegäste an – auf und in der Bever-Talsperre. Und so soll es auch in Zukunft bleiben. Die DLRG-Ortsgruppe Hückeswagen will ihre Wachstation in der Großberghauser Bucht nahe bei der „Zornigen Ameise“ und angrenzend an die im Sommerhalbjahr viel besuchten Liegewiesen dort nicht nur beibehalten – sie will den Standort auch ausbauen. Denn es wird dringend mehr Platz benötigt, nicht zuletzt für die notwendigen Ausrüstungsgegenstände sowie die Rettungsboote und andere Fahrzeuge.

Die Politiker im Planungsausschuss machten jetzt formal den Weg für die Erweiterung der Wachstation frei: In seiner Sitzung am Donnerstagabend empfahl der Fachausschuss dem Stadtrat einstimmig, ein Änderungsverfahren für den Bebauungsplan Großberghauser Bucht einzuleiten. Ziel der Änderung ist es, Baurecht zu schaffen für eine weitere Lagerhalle und für überdachte Unterstellplätze für Einsatzfahrzeuge. Außerdem ist geplant, das schon bestehende Stationsgebäude um eine Etage aufzustocken.

Die DLRG hatte den Antrag zur Änderung des Bebauungsplans an die Stadt gerichtet. Die Kosten für das Verfahren wird allerdings nicht der Verein übernehmen, sondern die Stadt. Bürgermeister Dietmar Persian begründete das auf eine Anfrage aus der CDU hin so: „Die DLRG übernimmt an der Bever eine sehr wichtige Aufgabe für uns alle, indem sie dort für die Sicherheit der Badegäste und Wassersportler sorgt. Das möchten wir honorieren.“ Dem Verein, der vor allem auf Spenden angewiesen ist, werde es finanziell schwer genug fallen, das Geld für den dringend notwendigen Ausbau der Wachstation zusammenzubekommen.

Davon abgesehen ist die Planänderung aber auch im ureigenen Interesse der Stadt, denn: Das stadteigene kleine Gästehaus in der Großberghauser Bucht, in dem zum Beispiel Besucher aus der französischen Partnerstadt Etaples sur Mer übernachten können, dürfte dort eigentlich gar nicht stehen, denn im derzeit geltenden Plan ist das Grundstück als unbebautes Grünland ausgewiesen. Tatsächlich gab es das Häuschen aber laut Bauamtsleiter Andreas Schröder schon vor dem Bebauungsplan, was irgendwann irgendwo im Rathaus wohl übersehen worden war, als der Plan aufgestellt wurde. Im geänderten Bebauungsplan wird das Gelände nun ganz offiziell als bebaute Fläche ausgewiesen.

Allein muss die Stadt die Kosten für die Änderung des Bebauungsplans, die mit einer Änderung auch des Flächennutzungsplans einhergeht, im Übrigen nicht tragen: Einen Teil davon übernimmt der Wupperverband, denn auch er braucht einen aktualisierten Bebauungsplan, um seinen Betriebshof am Beverdamm baulich verändern zu können. Das ist im Zuge von Umstrukturierungen des Betriebshofs in der Nachbarschaft der DLRG-Station geplant, so wurde im Planungsausschuss bekannt.

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