Hückeswagen: Die Budgetierung muss weg

Hückeswagen : Die Budgetierung muss weg

Nicht nur die Ärzte und Patienten auf dem Land beobachten den Rückgang der Mediziner mit Sorgen, auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat diese Tendenz mittlerweile erkannt. Möglicherweise werden die so genannten Planungsbezirke verkleinert, berichtet der Hückeswagener Ärzte-Sprecher Helmut Beckert. So liegt die Auslastung im Oberbergischen Kreis bei guten 110 Prozent; die Unterversorgung beginnt bei 75 Prozent. Berücksichtigt man aber nur noch einzelne Ortschaften, ist der Unterversorgung womöglich einfacher entgegenzuwirken.

Beckert hofft zudem, dass die KBV gerade jungen Ärzten Anreize verschafft, damit sie sich auch im ländlichen Bereich niederlassen. Dazu sollte der Wegfall der Umsatzbudgetierung gehören; die Hückeswagener Ärzte haben bereits einen entsprechenden Antrag an die KBV verschickt. Eine Reaktion darauf gibt's bislang nicht.

Seine Kollegen und er appellieren zudem, dass die Budgetierung für die Landärzte generell wegfällt. Für die Berechnung ihrer Honorare liegen die Zahlen des jeweiligen Vorjahresmonats zugrunde. Die Rechnung geht für die Hückeswagener Ärzte daher momentan nicht auf: Beckert: "Die Patienten, die ich jetzt neu aufnehme, behandele ich umsonst."

(RP)
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