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Hückeswagen: Die Bever bleibt Kontrollgebiet

Hückeswagen : Die Bever bleibt Kontrollgebiet

An der Bever ist's ruhiger geworden, die wilden Horden sind vertrieben. Dennoch wird die Ordnungspartnerschaft die Kontrollen an der Talsperre fortsetzen. Polizei, Stadt & Co. setzen weiterhin auf starke Präsenz.

An der Bever ist's ruhiger geworden, die wilden Horden sind vertrieben. Dennoch wird die Ordnungspartnerschaft die Kontrollen an der Talsperre fortsetzen. Polizei, Stadt & Co. setzen weiterhin auf starke Präsenz.

Sommer 2003: ausufernde Gelage, illegale Lagerfeuer, zerschlagene Alkoholflaschen, zerstörte Zäune, Bedrohungen. Sommer 2011: Die wilden Horden, die vornehmlich aus dem Ruhrgebiet einfielen, meiden die Bever längst. Das war jetzt Tenor der 27. Arbeitsbesprechung der Ordnungspartnerschaft im Betriebsgebäude des Wupperverbands in Reinshagensbever.

Polizeihauptkommissar Frank Schultes, seit kurzem Bezirksbeamter in Hückeswagen, kennt die Probleme noch aus seiner Zeit bei der Wipperfürther Wache. "Wir haben damals viele Körperverletzungen und Saufgelagen feststellen müssen. Das Ganze hatte Überhand genommen", berichtete er. Durch die Ordnungspartnerschaft sei aber Ruhe an der Bever eingekehrt.

Streifen rund um die Uhr

Doch ausruhen auf ihrem Erfolg will sich die Ordnungspartnerschaft nicht. " Wir wollen Leute an der Bever, die sich ordentlich aufführen. Die anderen sollen zu Hause bleiben", unterstrich Michael Kirch, Leiter des Hückeswagener Ordnungsamts. Die Ordnungspartner werden daher weiterhin an warmen Wochenenden im Bereich der Talsperre kontrollieren. Das stellte auch Jürgen Fries, Betriebsleiter Talsperren beim Wupperverband, klar: "Wir werden rund um die Uhr Streifen fahren. Morgens, mittags oder abends — aber die Leute wissen nicht, wann wir das tun."

2011 gab es nur vier Streifenfahrten mit dem Boot des Wupperverbands. Das lag aber am mäßigen Sommerwetter. Im April/Mai jedoch, während der Schönwetter-Phase, war das Hückeswagener Ordnungsamt an 18 Tagen draußen, wie Verwaltungsmitarbeiter Roland Kissau berichtete. Die Wipperfürther Kollegen waren sechs Mal im Einsatz, listete Ulrich Bürger von der Stadt Wipperfürth auf. Bei der Überwachung des ruhenden Verkehrs wurden 221 Knöllchen geschrieben, fünf Autos mussten abgeschleppt werden. Sie hatten Rettungseinfahrten zugeparkt, und ihre Fahrer waren trotz Megafon-Durchsagen nicht zu ihren Wagen gekommen.

Wie im Vorjahr werden die Ordnungsbehörden keinen "Schmusekurs" bei Falschparkern fahren und rigide vorgehen: Wer also Einfahrten oder Straßen so zuparkt, dass keine Rettungsfahrzeuge mehr hindurch kommen, dessen Wagen wird abgeschleppt. Ein teures Vergnügen: Das Bußgeld beträgt 35 Euro, das Abschleppen kostet 150 Euro, die Verwaltungskosten liegen zwischen 50 und 100 Euro.

Grillfeuer sind illegal

Sollte der Sommer in diesem Jahr seinen Namen doch mal Ehre machen und an den Wochenende viel los sein an der Bever, werden Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt wieder verstärkt Streife fahren.

Wer dann am Ufer oder gar im Wald Grill- und Lagerfeuer angezündet hat, wird gebeten, sie umgehend zu löschen.Wer der Aufforderung nicht nachkommt, für den übernehmen die Ordnungspartner das Löschen. "In den entsprechenden Kreisen hat sich das zwar 'rumgesprochen", sagte Kissau. Doch der Kontrolldruck sei weiter erforderlich.

(RP)