Hückeswagen: Diana Hintemann ist für die Senioren da

Hückeswagen: Diana Hintemann ist für die Senioren da

Die Stelle von Susanne Röntgen als Senioren- und Pflegeberaterin, die Ende vorigen Jahres in den Ruhestand gegangen ist, ist nachbesetzt: Diana Hintemann übernimmt im Rathaus die Aufgaben und ist zugleich die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt.

Drei Jahre hatte Diana Hintemann ausgesetzt, jetzt ist die Mutter von zwei 15 und zwölf Jahre alten Kindern zurück bei der Stadtverwaltung. Und hat gleich eine Aufgabe übernommen, die sie reizt: Die gebürtige Hückeswagenerin, die in Wipperfürth lebt, ist die neue Senioren- und Pflegeberaterin der Stadtverwaltung. Sie hat zum 1. Januar die Nachfolge von Susanne Röntgen angetreten, die zum Jahresende in die Passivphase der Altersteilzeit eingetreten war und das Rathaus somit verlassen hatte.

Eine Unbekannte bei der Stadtverwaltung ist Diana Hintemann nicht, im Gegenteil: 1992 hatte sie dort ihre Ausbildung im gehobenen nicht-technischen Dienst begonnen und später im Sozialamt, Bauamt und Ordnungsamt gearbeitet. Zuletzt hatte sie sich aber für die Erziehung ihrer Kinder für drei Jahre beurlauben lassen. Anfang vorigen Jahres hatte Diana Hintermann das erste Gespräch über die Senioren- und Pflegeberatung, nachdem ihre Vorgängerin Bürgermeister Dietmar Persian über ihren bevorstehenden Ruhestand in Kenntnis gesetzt hatte. "Das passte gut", sagt die 45-Jährige, die im November und Dezember vier Wochen lang an der Seite von Susanne Röntgen in ihr neues Aufgabenfeld hineingeschnuppert hatte.

Für die Wipperfürtherin ist das so etwas wie eine Herzensangelegenheit: "Ich finde es schön, anderen Menschen helfen zu können. Gerade älteren, denn viele sind einsam und haben teilweise keine Angehörigen mehr." Fachbereichsleiter Michael Kirch betont: "Viele wissen nicht, welche Ansprüche sie im Alter haben, etwa bei Hilfsmitteln oder dem altersgerechten Umbau des Bads."

Hier setzen die Aufgaben der Senioren- und Pflegeberaterin an (siehe Info-Kasten). Sie bietet Hilfestellung vor allem im häuslichen Umfeld an. Das kann etwa ein Hauswirtschaftshilfe sein für den Fall, dass sich jemand nicht mehr selbst versorgen kann, oder der Rollator für Gehbehinderte. Auch vermittelt Diana Hintemann den Senioren etwa eine Tages- oder teilstationäre Pflege, die hilft, die Angehörigen zumindest eine Zeit lang zu entlasten. Auch die Senioren selbst würden sich dann erholen, habe die Erfahrung gezeigt, berichtet Diana Hintemann. Und Kirch betont: "Vielen geht es besser, wenn sie jemanden haben, der sich um sie kümmert."

Dietmar Persian ist sich sicher, mit der 45-Jährigen die Richtige für diese wichtige Aufgabe gefunden zu haben. Und er hat festgestellt: "Die Beratung älterer Menschen und ihrer Angehörigen sowie die Hilfestellung werden immer mehr an Bedeutung gewinnen."

Im Seniorennetzwerk, dem unter anderem auch Vertreter der Diakonie-Fachstelle Sucht, der Hospizgruppe, des Demenzwohnheims "Wohnwerk", der Diakoniestation, eines Pflegedienstes, des Roten Kreuzes und des Johannesstifts angehören, hat sich die neue Beraterin bereits vorgestellt. Gemeinsam soll jetzt eine Selbsthilfegruppe für Angehöriger demenziell erkrankter aufgebaut werden.

Obwohl Diana Hintemann erst wenige Wochen im neuen Job arbeitet, so hat sie doch schon eines festgestellt: "Es macht mir unheimlich viel Spaß. Die Arbeit ist sehr erfüllend."

(büba)