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Hückeswagen: Deutlich weniger leere Wohnungen bei der GBS

Hückeswagen : Deutlich weniger leere Wohnungen bei der GBS

Der GBS als Hückeswagens größtem Wohnungsvermieter ist so etwas wie ein Kunststück auf dem schwierigen regionalen Immobilienmarkt geglückt: Obwohl die Einwohnerzahl rückläufig ist, stehen weniger Wohnungen bei der Genossenschaft leer als in den Vorjahren.

Mit einer Leerstandsquote von 8,6 Prozent sahen die Zahlen schon 2010 besser aus als zuvor (die BM berichtete am Donnerstag). 2011 verstärkte sich die positive Entwicklung noch, ohne dass zuvor erneut Miethäuser abgerissen worden wären, wie das 2009 an der Wiehagener Straße der Fall gewesen war. Aktuell stehen nur noch 6,8 Prozent der insgesamt knapp 1500 GBS-Wohnungen leer. Diese Zahl nannte Vorstandssprecher Thomas Nebgen Donnerstag Abend auf der Vertreter-Versammlung der Genossenschaft im Kolpinghaus.

"Schon fast phänomenal"

Angesichts auch weiterhin sinkender Einwohnerzahlen sprach auch Markus von Dreusche von einer "schon fast phänomenalen Entwicklung". Dabei hatte der Vorsitzende des Aufsichtsrats die Bilanz der GBS im Blick: Weniger Leerstände bedeuten weniger Mindereinnahmen bei den Mieten und mithin einen verbesserten Erlös.

Wie am Donnerstag berichtet, weist die Jahresbilanz für 2010 denn auch einen Überschuss von knapp 540 000 Euro aus, von denen 466 000 Euro in die Rücklagen fließen. Bleibt ein Bilanzgewinn von knapp 72 000 Euro, der als Dividende (2,75 Prozent) ausgeschüttet wird. Diesem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat stimmten die Vertreter am Donnerstag geschlossen zu.

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Die "Marke GBS" steigt im Wert

Dass die GBS inzwischen spürbar weniger Leerstände verkraften muss, führt Thomas Nebgen auf zwei Dinge zurück: Verbessertes Marketing, um die Genossenschaft ins Bewusstsein potenzieller Mieter zu rücken, und hohe Investitionen in attraktivere Wohnungen. Die Modernisierung und die energetische Sanierung der Miethäuser bilden längst den Schwerpunkt der genossenschaftlichen Aktivitäten. Neubau ist dagegen schon länger kein Thema mehr angesichts eines Angebotes an Wohnraum, das die Nachfrage deutlich übersteigt.

Aktuell werden über 70 GBS-Wohnungen am Graf-Arnold-Platz und an der Huckinger Straße in Wiehagen aufwändig modernisiert und energetisch auf den Stand der Zeit gebracht. Wo das bereits geschehen ist, haben die Wohnanlagen laut Nebgen "erheblich an Charme gewonnen".

(RP)