Der Verkehr in Sohl und Knefelsberg

Verkehrssituation: In Sohl und Knefelsberg ändert sich am Verkehr nichts

Als der Hambüchener Weg über Wochen gesperrt war, klagten die Anwohner von Sohl und Knefelsberg über eine Zunahme des Verkehrs.

Die Verlängerung der Montanusstraße vom Dierl zum Hambüchener Weg ist fertig, Letzterer war seit Jahresbeginn und bis Mitte Mai gesperrt. Das wird auch in Kürze wieder so sein, denn in ein paar Wochen soll mit dem Ausbau des Hambüchener Wegs begonnen werden. Der war über Jahre eher eine Rüttelstrecke, nun soll er eine vernünftig zu befahrene Fahrbahn bekommen.

Leidtragende dieser Straßensperrung sind vor allem die Anwohner von Sohl und Knefelsberg. Denn als der Hambüchener Weg über Wochen gesperrt war, klagten sie über eine Zunahme des Verkehrs. Vor allem Anwohner des Dierl nutzten offenbar die schmale Gemeindestraße als Abkürzung. Das Ordnungsamt hatte daher jetzt das Tempo-Infogerät für zwei Wochen nach Sohl verlegt, wo bis Mitte voriger Woche jeweils in eine der beiden Fahrtrichtungen der Verkehr registriert wurde.

In der Mai-Sitzung des zuständigen Bauausschusses hatte Roland Kissau vom Ordnungsamt angekündigt, dass die Stadt – je nachdem, was bei den Messungen herauskommt – die Straße möglicherweise sperren könnte. Außer natürlich für die Anwohner und Landwirte. Sie wird’s jedoch nicht tun, wie Kissau jetzt im Gespräch mit unserer Redaktion bestätigte. Zwar ist die Gemeindestraße schmal und kurvenreich, aber die Messungen hatten ergeben, dass das Verkehrsaufkommen nicht allzu groß ist.

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In Richtung Stadt waren innerhalb von einer Woche 421 Fahrzeuge unterwegs, wovon 85 Prozent lediglich mit maximal 28 Kilometer in der Stunde unterwegs waren. In die Fahrtrichtung Kreisstraße 5 wurden anschließend innerhalb von sechs Tagen 497 Fahrzeuge registriert. Nur jeder siebte Fahrer war schneller als 32 Stundenkilometer unterwegs. Daher bestätigte Kissau: „Wir machen da jetzt nichts.“

Die Klagen der Anwohner von Sohl und Knefelsberg sind nicht neu. Bereits 2003 hatten sie sich bei der Stadt darüber beschwert, dass die Gemeindestraße, die von Hambüchen zur Kreisstraße 5 führt, zunehmend von Autofahrern als Abkürzungsstrecke zur Hückeswagener Innenstadt genutzt wird. Daran hat sich in all den Jahren nichts geändert. Allerdings liegen die Häuser der Anwohner teilweise auf der einen Seite der schmalen Straße, die dazu gehörenden Garten-Grundstücke aber auf der anderen. Auch vor 15 Jahren war schon kritisiert worden, dass der stärker gewordene Verkehr zu Gefährdungen führe und das teilweise zu schnell gefahren werde. Auch damals hatte die Stadtverwaltung das Tempo-Infogerät aufgestellt.

Der Hambüchener Weg wird, wenn er ausgebaut wird, übrigens voraussichtlich bis Jahresende komplett gesperrt. Allerdings kann dann über die Verlängerung der Montanusstraße – und dann auch über Sohl und Knefelsberg – gefahren werden.