Der Angelsportverein Bever-Talsperre feiert sein 40-jähriges Bestehen.

Angelsportverein Bevertalsperre : Runder Geburtstag und frischer Fisch

Der Angelsportverein Bever-Talsperre feierte am Samstag sein 40-jähriges Bestehen.

Helmut Loos erinnert sich bestens an die Zeiten, als es auf dem See noch ruhig war. Als die Angler noch dachten, sie seien allein an diesem besonders idyllischen Plätzchen Erde. Da saßen sie in aller Frühe, blickten über das Wasser, machten sich auf die Spur der Fische und gingen mit einem Hecht in der Tasche nach Hause. „Dann kamen die Wassersportler“, sagt Loos, „und es war für uns alle wichtig, miteinander ins Gespräch zu kommen und herauszufinden, wie wir miteinander am See leben können.“

Damals gründete der Anglerstammtisch, der sich regelmäßig traf, den Angelsportverein Bever-Talsperre. 40 Jahre später haben die vielen Vereine an der Bever manches Problem im Gespräch miteinander gelöst – und pflegen den Kontakt. 250 Jahresscheine werden an der Bever an Angler ausgestellt. Sie sind begehrt, die Warteliste ist lang, so dass Angler bis zu sieben Jahren warten müssen. Dazu kommen die Gastangler.

Zählte der Verein bei seiner Gründung 138 Mitglieder, sind es heute rund 80 – zehn von ihnen gehören zur Jugendabteilung, die schon Jugendlichen das Angeln ermöglicht. Ihr gemeinsames Motto: „Es ist gut, miteinander zu sprechen“, sagt Loos, Vorsitzender des Angelsportvereins. Und das gilt auch im 40. Jahr des Bestehens: Zum Geburtstag servierten die Angler am Samstag frisch geräucherten Fisch an ihrem Vereinstreffpunkt am Beverblick. Und weil sie sich mit Lachs- und Regenbogenforelle, Aal und dem selbstgemachten Kartoffelsalat längst einen Namen am See gemacht haben, kamen viele Stammgäste und ließen sich einen Räucherfisch schmecken. Dabei kamen Gäste und Gastgeber ins Gespräch – über die vielen gemeinsamen Jahre am See, über Vereinstreffen und Angeltouren. „Wisst ihr noch damals: der Hecht?“ fragte dann ein älterer Herr und blickt zu dem großen Hechtkopf an der Wand. „Das war 1981“, erzählte Helmut Loos, „der Hecht war 34 Pfund schwer, in dem Jahr gab es im ganzen Bergischen Land keinen schwereren.“ Das Erfolgsrezept: Ruhe, einen Blick für den Lebensraum der Hechte und Zander, Forellen, Karpfen und Weißfische im See und auch ein bisschen Glück. Die ruhigen Momente am See, wenn die Natur sich von ihrer schönsten Seite zeigt und nichts weiter zu hören ist als das Wasser, der Wind und der leise Schlag des Ruders, kennt Helmut Loos übrigens immer noch. „Genau das macht die Faszination aus“, sagt er.

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