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Das Motto heißt: „Hückeswagen macht‘s“

Haushalt 2019 : Das Motto heißt: „Hückeswagen macht‘s“

Schlechte Zahlen – gute Aussichten: Beides präsentierte Bürgermeister Dietmar Persian gestern Abend dem Hückeswagener Stadtrat bei Einbringung des Haushalts für 2019. Seine Etatrede war geprägt von Aufbruchstimmung.

Premiere im Rathaus: Zum ersten Mal wird die Stadt mit ihrem Haushalt für das nächste Jahr im Ergebnisplan die Grenze von 50 Millionen Euro überschreiten. Zu den geplanten Ausgaben in Höhe von fast 52 Millionen Euro kommen etwa 5,6 Millionen Euro im investiven Bereich. Die Einnahmen liegen allerdings deutlich unter den Ausgaben. Das führt unterm Strich im neuen Jahr zu einem Minus von annähernd 4,4 Millionen Euro. Das Defizit mache deutlich, „in welcher finanziellen Schieflage wir uns immer noch befinden“, sagte Persian gestern Abend in seiner Etatrede vor dem Rat. Die Stadt müsse weiterhin alles tun für ausgeglichene Haushalte in den nächsten Jahren. „Wir dürfen bei unseren Bemühungen in der Haushaltssicherung nicht nachlassen“, forderte er. Bis 2024 soll der Haushaltsausgleich geschafft sein.

Das große Haushaltsvolumen 2019 wertete der Bürgermeister als „positives Zeichen“, denn es mache deutlich: „Wir packen die vor uns liegenden Aufgaben an!“ Während andere Kommunen oftmals in Überlegungen und Planungen stecken blieben, setze die Schloss-Stadt ihre um. Die Kernbotschaft in Persians Rede: „Hückeswagen macht‘s – gemeinsam und gut. Das soll auch für 2019 und die Folgejahre unser Motto sein.“

In dem, was Hückeswagen macht, wurde Persian auch konkret. Er nannte unter anderem die Kanal- und Straßenbauarbeiten am Hambüchener Weg zur Erschließung neuer Wohnbauflächen oberhalb des früheren Marienhospitals, den gemeinsam mit Wipperfürth für 20 Millionen Euro (von Bund und Land) geplanten Breitband-Ausbau vor allem in den Außenbereichen und den Beginn der Erschließungsarbeiten im neuen Gewerbegebiet West III, mit dem die „Erfolgsgeschichte“ von West II fortgesetzt werden solle. „Macher-Qualitäten“ sind außerdem gefragt bei der grundlegenden Um- und Neugestaltung des Brunsbachtals. Persian verwies darauf, dass im neuen Jahr die Planungen für das neue Wohngebiet dort, die neue Löwengrundschule und das Feuerwehrhaus vorangetrieben und die dafür notwendigen Schritte von der Verwaltung systematisch abgearbeitet werden.

Die Pläne für das Brunsbachtal sind bereits weit fortgeschritten, erst einmal einsteigen wird die Stadt 2019 in die Planungen für ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (ISEK) für die Innenstadt. Etwa 110.000 Euro sind dafür im Haushaltsentwurf angesetzt. Es gehe um ein Konzept zur Stärkung des Stadtzentrums, erläuterte Persian. Bahnhofsplatz und Bahnhofstraße, Stadtpark, Schloss und die bald leer stehenden Schulgebäude werden dabei im Fokus stehen. Das Büro Dr. Jansen aus Köln wird im Auftrag der Stadt das Konzept erarbeiten. Neben Politik und Verwaltung sollen die Bürger in den Planungsprozess eingebunden werden. Das ISEK ist zwingend notwendig für die finanzielle Förderung der Innenstadt-Entwicklung durch das Land.

Persian beendete seine Rede mit einem Dank an seine Mitarbeiter im Rathaus und an die Mitglieder des Stadtrates für das „spürbare Vertrauen in die Arbeit der Verwaltung.“ Sein Fazit: „Das zeichnet uns hier in Hückeswagen aus, dass wir aufeinander hören, dass wir miteinander reden und dass wir gemeinsam die Dinge anpacken.“