Hückeswagen: Das Handy als Stadtführer

Hückeswagen : Das Handy als Stadtführer

Die Stadt und die Wikimedia Deutschland GmbH unterzeichneten gestern einen Kooperationsvertrag mit Blick auf den NRW-Tag 2013. Dann sollen per Handy Informationen über Hückeswagener Gebäude abgerufen werden können.

Die Schloss-Stadt ist reich — an historischen Gebäuden mitsamt Geschichte und Geschichten. Viele Besucher des NRW-Tags 2013 (7. bis 9. Juni) wollen dann darüber informiert werden. Denn womöglich werden sie genauso fasziniert sein von Hückeswagen, wie es gestern Pavel Richter war.

Der Geschäftsführer der Wikimedia Deutschland GmbH war zusammen mit Projektmanagerin Nicole Ebber aus Berlin angereist, um mit Vertretern der Stadt sowie dem Hückeswagener Journalisten Norbert Bangert und Stefan Liedholz, Inhaber der hiesigen Werbeagentur "art and function", eine besondere Kooperation in Form eines Vertrags festzuzurren. Bangert und Liedholz hatten die Idee zu diesem Projekt.

Die Kooperation sieht Folgendes vor: Beim NRW-Tag sollen die Besucher, die ein internetfähiges Handy besitzen, mit Hilfe ihres Smartphones schnell, unproblematisch und kostenfrei Informationen zu Sehenswürdigkeiten abrufen können. Diese kommen von Wikipedia, einer freien Enzyklopädie, in die jeder hinein schreiben kann. Der Verein Wikimedia betreibt diese Internetplattform.

"Korrekte Inhalte, hohe Qualität"

Das System, das bei dem Großereignis in zwei Jahren angewandt werden soll, "eröffnet den Touristen vollkommen neue Möglichkeiten, die Sehenswürdigkeiten und Naherholungsziele in Hückeswagen und Umgebung kennenzulernen", teilte Bangert mit. Der Nutzer könne mobil auf die Inhalte von Wikipedia zugreifen, um sich direkt und einfach eine Information zum Objekt geben zu lassen. "Er bekommt zusätzlich die Garantie, dass die Inhalte korrekt sind und eine hohe Qualität haben", versicherte Bangert. "Damit hat Hückeswagen ein starkes Alleinstellungsmerkmal", betonte Richter.

Liedholz und Bangert arbeiten nun an der Umsetzung der Idee — und zwar nicht nur für Besitzer von Smartphones. Auch Besucher, die kein internetfähiges Handy haben oder nicht die ganze Zeit damit vor Sehenswürdigkeiten "'rumfummeln" wollen, sollen schnell und einfach entsprechende Informationen bekommen. Die Überlegungen bislang gehen dahin, dass etwa an den Gebäuden Codes angebracht werden. Die werden mit Hilfe von Lesegeräten gescannt, so dass Texte, Bilder und sogar Audio- und Videodateien aus dem Online-Lexikon Wikipedia geliefert werden.

Interessierte Sponsoren

Die Kosten für das Projekt sind laut Bürgermeister Uwe Ufer "überschaubar". Sie entstehen beispielsweise für das Programmieren oder für Hinweistafeln. "Es haben sich schon einige Sponsoren gemeldet, die sich beteiligen wollen", berichtete Liedholz.

(RP/rl)
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