Hückeswagen: Das Dickmännchen schluckt was weg

Hückeswagen : Das Dickmännchen schluckt was weg

Bodendecker sind eine echte Alternative zur langweiligen Abdeckung mit Mulch. Sind sie erst mal richtig dicht, unterdrücken sie Unkraut und halten den Boden schattig und feucht. Manche können sogar noch mehr. So erspart das Dickmännchen (Pachysandra), auch Ysander genannt, den Einsatz von Laubsauger oder -besen. Denn in seinem etwa 20 Zentimeter hohen und dichten Pflanzenpelz bleiben herab fallende Blätter hängen und rutschen allmählich nach unten durch. Dort, also am Boden, verwandeln sie sich zu Humus.

Den Spitznamen "Schattengrün" trägt das robuste Dickmännchen natürlich, weil es sich ideal zur Pflanzung unter Bäumen, Büschen und auf der Schattenseite von Häusern eignet. Durch sein helles Grün und seine enorme Wüchsigkeit werden größere Flächen schnell aufgepeppt. Ähnlich als Laubschlucker geeignet ist der Balkan-Storchschnabel (Geranium macrorrhizum). Er blüht im Mai schön rosa, seine Blätter sind allerdings nur bedingt wintergrün.

Wem's egal ist, wo die Blätter bleiben, der ist mit der Mini-Teppichspindel (Euonymus fortunei Minimus) gut beraten. Ihre feinen runden Blättchen schaffen einen kurzflorigen und total dichten Teppichboden. Allerdings ist dieser Mini schon teurer als die herkömmliche Zwergmispel (Cotoneaster), das Immergrün (Vinca minor) oder der Efeu und darum wohl eher etwas für kleinere Flächen oder Gräber.

Für schon bestehende, langweilige und immer etwas morbide wirkende Efeu-Areale bietet sich eine Schönheitskur an. Und zwar durch eine Kombination mit anderen Schattenlieben. Dazu kleine Inseln im Efeu-Feld freischneiden und Funkien (Hosta) oder Farne einpflanzen. Die passende Deko wäre ein bemooster Baumstamm; auch Findlinge sehen gut darin aus.

Fragen zum Thema Garten beantwortet Gartenbauingenieurin Regina Hildebrandt unter

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(RP)
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