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Das Behördendeutsch in Hückeswagen soll weg

Sozialausschuss in Hückeswagen : Das Behördendeutsch soll weg

Sozialarbeiter Mario Moritz stellte im Sozialausschuss seine Stabsstelle vor. Im Grunde genommen kümmert er sich um alle sozialen Belange und ist Interessensvertreter aller Menschen.

Sein Arbeitsbereich hat den bestimmt längsten Namen in der Schloss-Stadt: „Stabsstelle für Soziale Arbeit, Koordination für integrative Inklusion, sozialmediale und sozialgesellschaftliche/bürgerliche Teilhabe“. Seit Juni kümmert sich der 32-jährige Sozialarbeiter Mario Moritz um ein vielfältiges Aufgabenfeld. Im Sozialausschuss berichtete er aber auch über aktuelle Projekte.

„Im Grunde genommen kümmere ich mich um alle sozialen Belange. Ich bin Interessensvertreter aller Menschen“, sagte Moritz. Er kümmere sich um die Koordination des Ehrenamts, sei dazu auch im Kreis vernetzt, habe das Quartiersmanagement im Blick und sei Ansprechpartner für geflüchtete Menschen. Ein weiteres Thema sei die Inklusion. „Ich komme zum Arbeitskreis Inklusion dazu, um Themen zu besprechen. Meine Aufgabe ist es, diese Themen für die Stadt zu koordinieren“, sagte Moritz. Ein neues Thema sei die „leichte Sprache“ – um das Behördendeutsch aus dem Alltag zu entfernen. „Das betrifft auch die geplante neue Internetseite der Stadt“, sagte der 32-Jährige. Auch der Bereich Social Media sei sein Thema. „Bürgermeister Dietmar Persian war der Meinung, dass wir da aktiver werden müssen. Es gibt eine Projektgruppe die die sozialen Kanäle bespielt – Facebook, WhatsApp, Instagram, YouTube“, sagte Moritz. Es sei auch für die Stadt als Arbeitgeberin wichtig, sich zu präsentieren. Am meisten Aufbauarbeit brauche der Bereich der Bürgerlichen Teilhabe. „Ich will die Menschen mit den Prozessen in der Stadtverwaltung in Verbindung bringen. So soll eine große Transparenz entstehen“, sagte Moritz. Er wolle ein Stimmungsbild bei den Bürgern einholen, ihnen aber auch zeigen, welche Arbeit in Rat und Ausschüssen gemacht werde.

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Weitere aktuelle Projekte seien die Entwicklung einer Sozialraumkonferenz, in der unterschiedliche Akteure ihre Arbeit zeigen. „Dazu gehören etwa die Herbstmühle, das Sozialwerk Gotteshütte sowie Kirchen und Vereine“, sagte Moritz. Ziel sei, die Ressourcen zu bündeln und die Angebote für Jugendliche möglichst flächendeckend aufzuzeigen. Durch diese Bandbreite ergebe sich auch die Organisation innerhalb der Stadtverwaltung als Stabsstelle, sagte Moritz, der derzeit ein berufsbegleitendes Verwaltungsstudium absolviert. „Eine Stabsstelle macht deutlich, dass ich nicht nur dem Fachbereich II Bildung und Soziales zugeordnet bin, sondern fachbereichsübergreifend arbeite“, sagte Moritz.