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Hückeswagen: "Crosswind" mit Irish Folk vom Feinsten

Hückeswagen : "Crosswind" mit Irish Folk vom Feinsten

40 Zuschauer im Kultur-Haus Zach erleben einen irischen Abend voller Gefühle und Sehnsucht.

Musik von der grünen Insel erfüllte jetzt wieder das Kultur-Haus Zach. Zum fünften Mal trat die Irish-Folk-Gruppe "Crosswind" dort auf. Diesmal präsentierte das Quartett mit Béatrice Wissing (Fiddle, Gesang), Mario Kuzyna (Gitarre, Akkordeon, Gesang), Stefan Decker (Flute, Whistles, Fiddle, Gitarre und Gesang) und Sebastian Landwehr (Gitarre, Concertina, Whistles, Piano und Gesang), zahlreiche Stücke ihres im Januar erschienenen zweiten Studioalbums.

"Dabei war schnell zu merken, dass die jungen Musiker ihrem unverkennbaren Sound treu geblieben sind. Das lebendige Zusammenspiel von Flöte und Fiddle wurde getragen und eingerahmt von den beiden druckvoll gespielten Rhythmusgitarren", berichtet Stefan Noppenberger vom Trägerverein. Dieses instrumentale Fundament sei durch die ausdrucksstarken Solostimmen der Musiker ergänzt und zum Teil durch vierstimmigen Satzgesang abgerundet worden. So sorgte die Gruppe für ein beeindruckendes Klangvolumen.

Bereits nach den ersten beiden Stücken gingen die 40 Zuschauer mit. Besonders ergreifend war der Song "Cruel River", bei dem Sebastian Landwehr sang. In der Ballade von Steve Knightley wird die Liebe eines Farmarbeiters zur Tochter der Bauern besungen, die auf tragische Weise auf einer Brücke über einem reißenden Fluss endet. In der Version von Crosswind wurde der Song an der traurigsten Stelle sehr gefühlvoll umgesetzt. Ein Stück aus der eigenen Feder der jungen Musiker war "Frozen Squirrels". Sebastian Landwehr und Stefan Decker hatten dieses während eines gemeinsamen Urlaubs in den Alpen geschrieben, als ein plötzlich einsetzendes Unwetter die beiden zu einer Zwangspause vom Bergsteigen zwang. Diese ruhige und gemütliche Stimmung in einem warmen Berghof fing das Lied hörbar auf. Richtig flott ging es zu bei "The Winzig Pub Experience".

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Im zweiten Konzertteil erzählte Mario Kuzyna mit dem Stück "Barrett's Privateers" die Geschichte eines Jungen, der unwissentlich auf einem Freibeuterschiff anheuert und ein schweres Schicksal erleiden muss. Mit Flöte und Fiddle vertonten Stefan Decker und Béatrice Wissing eine blutige Seeschlacht. In Mark Knopflers bekanntem Song "Sailing To Philadelphia" schlüpfte Crosswind in die Rolle zweier Auswanderer, die in eine ungewisse Zukunft nach Amerika segeln. "Unaufgeregt und fernab jeglicher Effekte war der Song ein Genuss, bei dem so mancher Zuhörer sicherlich von eigenen Abenteuern träumte", meinte Noppenberger. So endete der klangvolle und mit typisch irischen Rhythmen gestaltete Abend. Nach dem Konzert wurde sofort nach einem neuen Konzerttermin 2019 geschaut.

(fre)