1. NRW
  2. Städte
  3. Hückeswagen

Hückeswagen: Country-Feeling pur

Hückeswagen : Country-Feeling pur

Zur Matinée mit der Gruppe „Miss Behavin“ kamen bedauerlicherweise nur wenige Zuhörer.Diejenigen, die sich auf dem Etapler Platz versammelten, genossen eine prima Stimmung.

Ein leichtes Stirnrunzeln zog sich um kurz nach elf über das Gesicht von Karl-Jürgen Huhn. „In Hückeswagen kann man machen, was man will. Das ist schon ein wenig enttäuschend“, sagte der Organisator von „Come On“. Denn ein paar mehr Zuschauer hätte die Band schon verdient gehabt, die am Sonntag beim Country- und Westernfrühschoppen im Glaspalast am Etapler Platz aufspielte. „Miss Behavin“ war vor Ort und spielte in drei „Sets“ zu je 45 Minuten Country-Musik pur. Gerade einmal 20 Zuschauer verloren sich kurz nach Beginn der Veranstaltung unter der Überdachung des GBS-Gebäudes, und im weiteren Verlauf füllte sich der Raum nur sehr spärlich. Auch beim Mitorganisator in der Hosteria nebenan saßen nur vereinzelt ein paar Gäste.

Nicht nur irgendwer in der Szene

Dabei ist die Band „Miss Behavin in der deutschen Country-Szene nicht irgendwer. Deren Terminkalender ist gut gefüllt, und auch internationale Auftritte haben die Musiker schon absolviert. „Wir haben vor kurzem bei einem Country-Festival in der Nähe von Nottingham gespielt. Die Atmosphäre war einfach toll“, schwärmten Yvonne Allsopp, die Background-Sängerin aus England, sowie Leslie Morgan, Bandleader und Managerin der Gruppe. Die Zuschauer hätten dort in ihren Verkleidungen beispielsweise als Saloon-Girl oder als Doc Holiday für eine richtige Prärie-Atmosphäre gesorgt.

  • Vorverkauf ab Donnerstag : Cat Ballou kommt nach Hückeswagen
  • Hückeswagen : Runder Abschluss für "Hückeswagen live"
  • Andreas Kölsch mit seinem Engelfiguren in
    Alternative zum Hückeswagener Hüttenzauber kam gut an : Spontaner Weihnachtsmarkt auf Künstler-Hof

Die war in Hückeswagen am Sonntagmorgen jedoch nur ansatzweise zu finden. Immerhin hatten sich einige eingefleischte Country-Fans mit Cowboy-Hut und engen Jeans in die Schloss-Stadt aufgemacht. Die Anwesenden waren jedenfalls von der Musik begeistert und bereuten das Eintrittsgeld von sieben Euro nicht. Gängige Songs, aber auch unbekannte Stücke standen auf dem Programm. Und alle zeichneten sich durch den unverwechselbaren Sound im Country-Stil aus. Leslie Morgan, die aus Abilene, Texas, stammt, erläuterte das Repertoire: „Wir spielen heute eine Mischung aus eigenen Stücken und Cover-Songs. Unser Stil ist der Honky Tonk.“ Damit meint sie das bedeutendste Sub-Genre der County-Musik, das sich unter anderem durch seine Texte und die elektrisch verstärkten Instrumente auszeichnet.

Die Band trat mit sechs Leuten in voller Besetzung an. Neben den beiden Frauen spielten der Geiger Miro Andewall, Olaf Scherf an der Gitarre, Jörg Kinzius am Schlagzeug und Johannes Kassenberg als Bassist und Sänger. 60 bis 70 Auftritte absolvieren sie im Jahr, ein Teil davon immer auch in Hückeswagen.

(RP)