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Bürgermonitor Hückeswagen: Wanderparkplatz Mul ist „Reifenteststrecke“

Bürgermonitor Hückeswagen : Wanderparkplatz Mul ist „Reifenteststrecke“

Karin Materna ist verärgert über den Zustand des viel genutzten Wanderparkplatzes und kritisiert auch die schlechte Auszeichnung der Wanderwege in dem Waldgebiet. Abhilfe könnte nun kommen.

Einer der am häufigsten genutzten Parkplätze in Hückeswagen ist der an der K 5 bei Grünestraße, auf dem die Wanderer ihre Fahrzeuge abstellen, die in der Mul spazieren gehen. Das Parken darauf ist allerdings alles andere als ein Vergnügen, hat der Asphalt doch seine besten Zeiten hinter sich. Das ärgert Karin Materna, die sich deswegen über den Bürgermonitor an unsere Redaktion gewendet hat.

„Der Wanderparkplatz ist in einem erbärmlichen Zustand“, hat sie festgestellt. Auf der rechten Seite sei das Parken gar nicht mehr möglich, ohne sich das Auto völlig zu ruinieren. Dort seien teils Schotter-, teils geteerte Flächen. „Die Schotterflächen sind aber durch den Regen wohl weggespült worden, so dass es dort nun Höhenunterschiede von 20 Zentimeter gibt – mindestens“, berichtet sie. Auch auf der anderen Seite sehe es nicht viel besser aus. „Da gibt es doch bestimmt Mittel und Wege, das wieder halbwegs befahrbar zu machen“, regt die Leserin an.

Bei der Stadtverwaltung ist der schlechte Zustand des Wanderparkplatzes bekannt. „Wir haben aber noch keine Entscheidung getroffen, was wir machen werden“, sagt Bauamtsleiter Andreas Schröder. Bislang seien Löcher im Asphalt immer wieder verfüllt worden, „aber das ist nicht wirklich glücklich“. Wenn die Stadt etwas ändern werde, dann „werden wir ihn komplett schottern“. Schröder stellt aber auch klar, dass das nicht „mal eben“ gemacht werden kann und dass dafür „ein knackiger fünfstelliger Betrag“ aufgewandt werden muss. „Vielleicht kriegen wir das aber dieses Jahr noch hin“, sagt er.

Als weiteres Problem hat Karin Materna die teils mangelnde Beschilderung der Wanderwege in dem Waldgebiet ausgemacht. „Am Anfang ist alles noch gut gekennzeichnet“, berichtet sie. Doch je weiter man in die Mul komme, umso weniger Kennzeichnungen finde man. „Die Kennzeichnungen der Rundwanderwege enden einfach an den Gabelungen“, kritisiert sie. „Da kann nur noch ein Kompass helfen.“ Auf ihrer jüngsten Wanderung habe sie sich total verlaufen, da in der Mul auch das Internet nicht funktioniere. „Ich war in der tiefsten Mul, an Großkatern vorbei. Dort bin ich wohl vom Weg abgekommen mangels Kennzeichnung“, erzählt Karin Materna. In Scheideweg sei sie schließlich aus dem Wald gekommen und wollte wieder zurück nach Grünestraße. „Das war schon ein heftiger Umweg.“ Sie appelliert, die Waldwege zu kennzeichnen, denn: „Ich wandere doch sehr gerne in der Mul.“ Und mit ihr offensichtlich auch viele andere Wanderer.

Die Beschilderung der Wanderwege in der Mul ist fest eingeplant, versichert Schröder. Auch bei der Tourismusberaterin der Stadt, Heike Rösner, hätten sich deswegen bereits mehrere Leute gemeldet. Der Bauamtseiter hat deshalb auch schon beim Kreis nachgefragt. Sein Fazit: „Die Nachzeichnung steht auf jeden Fall auf dem Plan.“ Wann ist aber noch unklar.