Hückeswagen: Bürgermeister liest Weihnachtsgeschichten vor

Hückeswagen: Bürgermeister liest Weihnachtsgeschichten vor

Wenn die Gitarre vorsichtig einstimmt in die Flötenmelodie der Tin Whistle, wenn sich Geige und Akkordeon dazu gesellen, dann schließt der Zuhörer zuweilen die Augen und lässt sich in die schottischen Highlands entführen oder auf die irische Insel. Und wie klangvoll Weihnachten dort gefeiert wird, bewiesen die Musiker der Hückeswagen Gruppe "No. 4 Mill Street" am Mittwochabend im Heimatmuseum. Denn hinter dem 13. Türchen des Offenen Adventskalenders steckte eine begeisternde Mischung aus irischer Musik und weihnachtlichen Geschichten, die Dietmar Persian als Erzähler mitbrachte. Gemeinsam sorgten Musiker und Bürgermeister für einen stimmungsvollen Abend.

Bevor das offizielle Programm begann, schwelgten Persian und Ensemble-Chefin Patricia Jantke gut gelaunt und ausgesprochen unterhaltsam in Kindheitserinnerungen. Gemeinsam hatten die Nachbarskinder aus Straßweg einst Flötenunterricht genommen. "Sie war fleißiger als ich", stellte Persian fröhlich fest. Das Ergebnis der vielen Übungsstunden quittierten die Zuhörer mit großem Applaus. Jedes der Instrumente hatte seinen großen Auftritt - die Gitarren ebenso wie die Flöten. Auch die Musiker an den Akkordeons und den Geigen zeigten eindrucksvoll ihr Können.

In allen Melodien klangen gälische Erzählungen mit, eine uralte Kultur aus dem Hochland. Und zwischendurch stimmte Patricia Jantke, die des Gälischen mächtig ist, sogar in die fremden Worte ein und erzählte von den Freuden der frisch gebackenen Mutter Maria, die im Stall ihren Sohn zur Welt gebracht hat. Persian steuerte für die adventliche Vorfreude stimmungsvolle Geschichten bei. Mit seinem E-Book nahm er in dem alten, großen Stuhl am Erzähler-Tisch Platz und berichtete von Engeln mit kratzigen Stimmen, die erst bei ihrem Lied im Stall gelöst in den Chorgesang einstimmen. Von Kindern, die im Krippenspiel einen Weisen aus dem Morgenland spielen, ihre Rolle sehr ernst nehmen und in der Nachbarschaft für bewegende Begegnungen sorgen.

In seinem literarischen Programm hatte sich der Bürgermeister auf den musikalischen Part eingestellt und trug den irischen Weihnachtswunsch vor. Bevor sich die Besucher durch den kalten Abend auf den Weg nach Hause machten, forderten sie die Musiker zu einer Zugabe auf. Die nahmen die Einladung gerne an und schenkten den Besuchern einen weihnachtlichen Ohrwurm aus den Highlands.

(resa)