Hückeswagen: Bürgerbus ins Rollen gebracht

Hückeswagen : Bürgerbus ins Rollen gebracht

Unter dem Motto "Bürger fahren für Bürger" wird das Projekt Bürgerbus in Hückeswagen schon bald von der Idee zur Realität. Der Trägerverein befindet sich in der Gründung, die Linien sind ausgearbeitet – 2010 kann der Bus rollen.

Unter dem Motto "Bürger fahren für Bürger" wird das Projekt Bürgerbus in Hückeswagen schon bald von der Idee zur Realität. Der Trägerverein befindet sich in der Gründung, die Linien sind ausgearbeitet — 2010 kann der Bus rollen.

Viele Gespräche sind geführt, viele Arbeitssitzungen nicht nur abgesessen, sondern wirklich abgearbeitet worden, jetzt steht fest: Der Aufwand hat zum Ziel geführt — für die Hückeswagener Bürger. "Der Bus muss ans Rollen kommen", sagt Michael Böhl. Er ist Sprecher des Arbeitskreises "Bürgerbus" innerhalb des Stadtmarketings. Gemeinsam mit Winfried Boldt, Jörg Ehrkamp und Carsten Wassmuth hat er die Vorarbeit geleistet, damit der Bus auch tatsächlich rollen kann — voraussichtlich ab April nächsten Jahres.

Bis dahin muss sich der Bürgerbus-Verein gebildet haben, der derzeit noch in Gründung ist. Der Bus muss, finanziert aus Landesmitteln, angeschafft werden. Und es müssen ehrenamtliche Fahrer gefunden werden, die sich für einige Stunden im Monat hinters Lenkrad setzen.

Speziell um sie, aber auch um Mitglieder für den Verein, der für den Betrieb des Bürgerbusses und die laufende Finanzierung zuständig sein wird, wird der Arbeitskreis unter Michael Böhl öffentlich beim Altstadtfest werben. Am Stand des Stadtmarketings auf dem Schlossplatz wollen Böhl und seine Mitstreiter am zweiten September-Wochenende über das Projekt und die Details informieren. Dann gibt's auch einen druckfrischen Flyer. Ihm ist zu entnehmen, was ein Bürgerbus überhaupt ist, welche Linien in der Stadt er bedient, was die Fahrgäste zahlen und welche Voraussetzungen die ehrenamtlichen Fahrer erfüllen müssen.

Ohne sie geht letztlich gar nichts. Zwei bis vier Mal im Monat sollen sie nach den Planungen für jeweils zwei bis vier Stunden im Einsatz sein. Wichtig: Wer Interesse hat, braucht keinen Busführerschein, sondern nur die Fahrerlaubnis der Klasse 3. Er muss über mindestens zwei Jahre Fahrpraxis verfügen und sich einem Gesundheitscheck unterziehen. Der Bürgerbusverein kümmert sich um die Organisation der ärztlichen Untersuchung und trägt auch die Kosten.

Fest steht bereits jetzt: Der Bus wird ausschließlich innerhalb des Stadtgebietes fahren. Start aller Touren ist am Etapler Platz. Von dort aus werden angesteuert: Klein-eichen, Kölner Straße, Johannesstift, Schnabelsmühle, Höchsten und Wiehagen, Dierl und Fürstenberg sowie die Bever-Talsperre. "Ob wir gleich zum Start alle Touren fahren können und ob zukünftig eventuell noch weitere Strecken möglich sind, hängt davon ab, wie viele Fahrer wir haben", sagt Michael Böhl. Die Fahrer seien nun einmal "das Herzstück" des Bürgerbus-Vereins, der vom ehrenamtlichen Engagement lebe.

Hückeswagen steht mit seinem Projekt nicht alleine da in der Region. Durch die unmittelbar angrenzenden Nachbarstädte Radevormwald, Wipperfürth und Wermelskirchen fahren schon seit Jahren Bürgerbusse, betrieben von Vereinen. Für Winfried Boldt vom Vorstand des Stadtmarketings ist es gar keine Frage: "Was die können, bringen wir hier in Hückeswagen auch zustande."

(RP)
Mehr von RP ONLINE