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Hückeswagen: Briefwahl noch bis Freitag

Hückeswagen : Briefwahl noch bis Freitag

Im Wahlamt der Stadt hat die heiße Phase im Vorfeld der Landtagswahl begonnen. Über tausend Hückeswagener haben bereits Briefwahl beantragt. Viele von ihnen haben auch schon gewählt, heißt es aus dem Wahlamt.

Rund 15 500 Menschen sind mit Erstwohnsitz in Hückeswagen gemeldet. Exakt 12 135 von ihnen (Stand von gestern) haben die deutsche Staatszugehörigkeit und sind 18 Jahre alt oder älter. Und damit haben sie am 13. Mai das Recht, an der Landtagswahl teilzunehmen. Die Zahl der Wahlberechtigten ist gegenüber der vorigen Landtagswahl vor zwei Jahren um 132 zurückgegangen. Hintergrund: Im Mai 2010 lebten noch 200 Menschen mehr in der Stadt als derzeit.

Jeder Wahlberechtigte hat, wie schon beim vorigen Mal, zwei Stimmen: eine Erststimme für den Direktkandidaten, eine Zweitstimme für die Partei. Im Wahlkreis 23 (Oberberg-Nord), dem Hückeswagen angehört, kämpfen acht Bewerber um die Erststimmen, 17 Parteien um die Zweitstimmen (s. Info-Kasten).

Schon 1025 Briefwahl-Anträge

Wer am Sonntag nicht ins Wahllokal gehen kann oder möchte, hat die Möglichkeit zur Briefwahl. Bis gestern sind 1025 Anträge auf Briefwahl gestellt worden, sagt Ursula Thiel, die Leiterin des städtischen Wahlamtes. Diese Zahl wird bis zum Ende der Woche noch steigen, denn die Briefwahl kann noch bis Freitag, 11. Mai, 18 Uhr, beantragt werden.

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Sollte ein Wahlberechtigter danach plötzlich erkranken und dies auch per ärztlichem Attest nachweisen, kann auch am Samstag noch die Möglichkeit der Briefwahl genutzt werden. "Ich sitze dann von 8 bis 12 Uhr im Büro und helfe gerne weiter in allen Fragen, die die Wahl betreffen", sagt Ursula Thiel (Raum 1.09 des Bürgerbüros, Bahnhofsplatz 14).

Die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung hat festgestellt, dass die Hückeswagener zunehmend das Internet nutzen, um auf kurzem und unkompliziertem Weg Briefwahl-Unterlagen zu beantragen. Auf der Homepage der Stadt (www.hueckeswagen.de) findet sich ein Link zur Wahl, über den der Online-Antrag aufgerufen, ausgefüllt und an die Stadt zurück gemailt werden kann. Vor allem Hückeswagener, die sich aus privaten oder beruflichen Gründen gerade im Ausland befinden, nutzen die schnelle und auch für die Mitarbeiterinnen im Wahlamt zeitsparende Internet-Möglichkeit.

Ursula Thiel hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung am Sonntag: "Wählen ist doch auch eine Bürgerpflicht und zugleich ein wichtiges Bürgerrecht. Das sollte wahrgenommen werden, auch, damit klare Verhältnisse herrschen."

Allerdings liegt die Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen deutlich unter der bei Bundestagswahlen. Im Mai 2010 gaben in Hückeswagen nur 59,8 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen ab, davon 1243 per Briefwahl. Im gesamten Wahlkreis 23 lag die Wahlbeteiligung mit 58,4 Prozent sogar noch leicht darunter. Bei der Landtagswahl 2005 hatten noch 64 Prozent der Wahlberechtigten in Hückeswagen auch tatsächlich gewählt. Im Wahlkreis 23 waren es 62,9 Prozent gewesen.

Infos zur Wahl in der Glashalle

Wer wissen will, wie Hückeswagen und Oberberg-Nord gewählt haben, kann am Sonntag ab 18 Uhr in die Glashalle am Bahnhofsplatz kommen: Mitarbeiter der Stadt geben dort alle Ergebnisse bekannt.

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(RP/rl)