Hückeswagen: Bob-Profis hautnah erleben

Hückeswagen : Bob-Profis hautnah erleben

Manuel Machata, Anja Schneiderheinze, Gregor Baumann – Olympioniken und Weltmeister präsentierten sich bei der Sommerbob-EM als Stars zum Anfassen. Das Wetter spielte allerdings nicht richtig mit, vor allem am Samstag.

Manuel Machata, Anja Schneiderheinze, Gregor Baumann — Olympioniken und Weltmeister präsentierten sich bei der Sommerbob-EM als Stars zum Anfassen. Das Wetter spielte allerdings nicht richtig mit, vor allem am Samstag.

Ganz nah am Geschehen waren die Besucher der Sommerbob-Europameisterschaft am Wochenende. Entlang der 525 Meter langen Strecke und über die große Video-Leinwand im Zielbereich auf der Bahnhofstraße verfolgten die Zuschauer die Rennen der internationalen Teams. Organisator Sven Schreiber, der auch die Moderation im Ziel übernahm, war zufrieden mit dem problemlosen Ablauf der dritten Sommerbob-Veranstaltung in Hückeswagen. "Die Stimmung ist super und der Zielbereich ist voller Leute", freute sich Schreiber über die große Resonanz trotz des kühlen und regnerischen Wetters. Hauptsponsor Harald Pflitsch nahm die Temperaturen im einstelligen Bereich mit Humor: "Bobfahrer sind Wintersportler, für die ist es warm", sagte er lachend.

Anfeuerung auf Schweizerisch

15 Teams — fünf bei den Frauen, zehn bei den Herren — kämpften um die Europameisterschaft. Die Fahrer kamen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Italien, Polen und Holland. Unter dem kräftigen Applaus, der die Fahrten von der Markts- bis zur Bahnhofstraße begleitete, stachen die 13,8 Kilogramm schweren Appenzeller Kuhglocken von Andreas Graf hervor. Damit feuerte der Schweizer seinen Favoriten Gregor Baumann an.

Ein Aufschrei ging durch die Menge, als der Bob von Karl Angerer, der für die BM fuhr, gleich bei beiden ersten Wertungsläufen am Samstag in der Kurve vor Electronic Burghoff ausbrach und in die Bande krachte. "Die Räder sind zu stark geölt", vermutete der Bayer, der dadurch Probleme beim Einlenken bekam. Nach dem Entfetten und Aufrauen mit Schleifpapier hatte er gestern etwas mehr Erfolg, mit der Entscheidung dann aber nichts mehr zu tun.

Auf der Marktstraße besahen sich Erich Hamm und seine Schwester Erika Meier die Innenkonstruktion der Bobschlitten: "Wir rätseln, wie das funktioniert", sagte das Geschwisterpaar. Zwischen den Fahrten gab es für die Besucher ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm: Fotos im Rennbob wurden am Stand der Bergischen Morgenpost angeboten, auch das NRW-Tags-Maskottchen "Hücki" war ein beliebtes Fotomotiv. Zwischen den Wertungsläufen sorgte die Motorrad-Stuntshow für staunende Gesichter, während am Abend die Schlager-Partys im Festzelt sehr gut besucht waren.

Stars zum Anfassen

Die Autogrammstunde am Samstag nutzten Marion Hensen und Enkelin Hannah (5): Den durch das Regenwetter dringend benötigen Schirm zierten anschließend diverse Unterschriften der Profis. Extra aus Heiligenhaus war Christiane Banning mit Familie angereist: "Wir wollten die Stars einmal aus der Nähe erleben", sagte sie. Was auch gelang, denn dazu gab es zahlreiche Gelegenheiten.

Frage des Tages

Mehr Fotos finden Sie im Internet unter

www.rp-online.de/hueckeswagen

(heka)
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