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BM-Leser aus Hückeswagen erlebt Telefonterror

Vorsicht vor dreisten Anrufern in Hückeswagen : BM-Leser erlebt lästigen Telefonterror

Unbekannte Anrufer erfragen den Zählerstand eines Hückeswageners – mehrfach erfolglos. Die BEW warnt eindringlich vor solchen dubiosen Anrufen.

Anfang der Woche ging es los. Als bei Burkhard Anger am Montagvormittag das Telefon klingelte, sah er eine Hückeswagener Nummer im Display, hob ab und hörte eine Frauenstimme, die in sehr schlecht verständlichem Deutsch etwas von einem „Elektroanschluss“ erzählte und davon, dass man Anger „runterstufen wolle im Stromverbrauch“. Dafür würde man aber dringend die Zählernummer wissen müssen. Da wurde der Hückeswagener hellhörig und wollte von der Anruferin wissen, in wessen Auftrag sie anrufe. „Als ich nachfragte, legte sie sofort auf“, berichtet Anger. Montagnachmittag folgte ein weiterer Anruf – wieder mit Hückeswagener Nummer – da ging Anger nicht ran. Doch die dreisten Betrüger gaben nicht auf, Mittwoch ging der „Telefonterror“, wie Anger das ständige Anrufen bezeichnet, weiter. Dieses Mal war ein Mann dran, der sofort auflegte, als Anger Fragen stellte. Sogleich rief er die Hückeswagener Nummer zurück und bekam per Ansage die Information, dass diese Nummer nicht existiere. „Ich weiß, dass diese Masche auch bei einem Bekannten schon vorgekommen isr“, sagt Anger. Er werde ohnehin seit Monaten von Anrufen aus Leipzig, Großbritannien oder Baden-Württemberg belästigt. Wahrscheinlich wollten auch diese Betrüger irgendwelche persönlichen Daten ausspionieren. Anger informierte am Donnerstag die BEW in Wipperfürth und wollte sich auch bei der Polizei melden.

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Richtig verhalten hat er sich allemal, eben nicht auf irgendwelche Offerten einzugehen und sich auf dubiose Geschäfte am Telefon einzulassen. Sonja Gerrath, Pressereferentin des Energieversorgers BEW in Wipperfürth, bestätigt auf Anfrage unserer Redaktion, dass sich solche Anrufe, wie der Hückeswagener sie diese Woche fünf bis sechsmal erlebt hat, schon seit Monaten häufen. „Niemand sollte am Telefon Zählernummer oder andere persönliche Daten preisgeben“, sagt sie. Die BEW rate dringend zur Vorsicht. Viele Kunden seien zwar sensibilisiert, „aber die wenigsten wissen, dass schon durch die Herausgabe der Zählernummer und der Abnahmestelle ein Versorgerwechsel eingeleitet werden kann“, warnt Sonja Gerrath.

Mitarbeiter der BEW würden Kundendaten niemals an Dritte herausgegeben, niemals telefonisch abfragen, und in keinem Fall würden Kunden zu einem Vertragsabschluss an der Haustür oder am Telefon gedrängt. „So machen wir keine Geschäfte“, sagt Sonja Gerrath. Das erfolge immer per Post und schriftlich. In Zweifelsfällen können Kunden jederzeit bei der BEW unter Tel. 02267 686200 anrufen. Auch auf der Homepage warnt die BEW vor unseriösen Werbern.
www.bergische-energie.de