Städtepartnerschaft Hückeswagen – Etaples Ein Jubiläum unter Freunden

Hückeswagen · Das zu Ende gehende Jahr stand im Zeichen des 50-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Hückeswagen und Etaples mit einer Vielzahl an Veranstaltungen.

 Diese 2,5 Tonnen schwere Fahrwassertonne aus Etaples an der Alten Ladestraße nahe des Bergischen Kreisels ist ein Gastgeschenk der Franzosen zum 50-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft.

Diese 2,5 Tonnen schwere Fahrwassertonne aus Etaples an der Alten Ladestraße nahe des Bergischen Kreisels ist ein Gastgeschenk der Franzosen zum 50-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft.

Foto: Stephan Büllesbach

Für die Partnerschaftskomitees aus Hückeswagen und Etaples lag der Fokus in 2022 auf dem 50-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft. Die Vorsitzende des hiesigen Komitees, Joëlle Callsen-Lemoult, zeigte sich am Donnerstag auf der Jahresversammlung in der Realschule zwar zufrieden, betonte aber auch, wie umfangreich die Arbeit gewesen war. „Es war sehr anstrengend, der Vorstand hat sich in der Vorbereitung auf die Feierlichkeiten hier in Hückeswagen sehr oft gesehen. Und ich bin schon froh, dass nicht jedes Jahr so intensiv ist.“

Ein Höhepunkt des Jubiläumsjahrs war der Besuch der mehr als 75 Franzosen am letzten Augustwochenende. Aber auch schon vorher hatte es mehrere Veranstaltungen und Programmpunkte gegeben, die auf den Besuch hinwirkten. „So waren etwa schon Ende März zwei Hückeswagener Künstler, Bernhard Guski und Sven Raik Bernick, mit Alexander Stehl und mir im Rahmen der 31. ,Begegnung der Skulpturen‘ in Etaples-sur-Mer“, sagte Joëlle Callsen-Lemoult. Ein passender Auftakt für den Transport des Gastgeschenks der Schloss-Stadt an die Partnerstadt. „Im April wurde unsere Friedensstele fertiggestellt und von unserem Mitglied Olaf Keller nach Etaples transportiert. Das Geschenk wurde mit einer Spende der Firma Pflitsch in Höhe von 10.000 Euro ermöglicht“, berichtete Joëlle Callsen-Lemoult.

Im April, Mai und August habe es mehrere sich wandelnde Fotoausstellungen zum Thema „50 Jahre im Wandel‘ in beiden Partnerstädten gegeben, die bei den Besuchern sehr gut angekommen seien. Der erste große Programmpunkt des Jubiläumsjahrs war aber der Besuch von 66 Hückeswagenern vom 26. bis 29. Mai an der Ärmelkanalküste. „Das war wirklich schön, die Menschen in Etaples haben uns sehr froh und glücklich begrüßt und sich sehr viel Mühe gegeben“, sagte Joëlle Callsen-Lemoult. Insgesamt sei es eine sehr schöne und emotionale Stimmung vor Ort gewesen. „Auch das Wetter war wunderbar, gerade als auch die Gruppe der Fahrradfahrer aus Hückeswagen in Etaples-sur-Mer ankam“, sagte Joëlle Callsen-Lemoult. Die Friedensstele sei dann samstags festlich eingeweiht worden.

Mitte Juli war dann für alle Hückeswagener deutlich sichtbar, dass sich das Jubiläumsjahr seinem Höhepunkt näherte. „Die riesige Fahrwassertonne – 2,5 Tonnen schwer und sechs Meter hoch – wurde in einer echten Nacht- und Nebelaktion nach Wipperfürth zum Bauhof geliefert“, berichtete die Vorsitzende. Rechtzeitig zum Gegenbesuch der Franzosen am letzten August-Wochenende. Bei der Begrüßung der Franzosen im Forum gab es einen Film auf Französisch der Neuntklässler der Realschule und Beiträgen des Orchesters. Als dann der offizielle Empfang der Gäste am Samstagvormittag auf dem Schlosshof angesetzt gewesen sei, sei langsam die Anspannung von ihr abgefallen, versicherte Joëlle Callsen-Lemoult. „Es war ein unvergleichliches Erlebnis. Genau wie die Einweihung der Fahrwassertonne am Bergischen Kreisel, die von der Jugendfeuerwehr ‚getauft‘ wurde.“ Abgerundet worden sei das Jubiläumswochenende mit einem Galaabend im Casino der Firma Pflitsch am Samstagabend mit Musik, festlicher Dekoration und gutem Essen.

„Doch das war nicht der einzige Besuch in Hückeswagen. Auch zum Altstadtfest kamen wieder fast 50 Gäste aus Etaples-sur-Mer“, sagte Joëlle Callsen-Lemoult. Die Tanzgruppe Les Bons Z’Enfants zeigte wieder bei zwei Tanzauftritten am Schloss und im Kultur-Haus Zach ihr Können. Es bleibe das positive Fazit: „Es war alles sehr, sehr schön – aber eben auch sehr viel Arbeit.“

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