Hückeswagen: Biesenbach soll ins Kabinett

Hückeswagen : Biesenbach soll ins Kabinett

Norbert Röttgen, Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen CDU, hat gestern den Hückeswagener Peter Biesenbach als Mitglied seines Schattenkabinetts vorgestellt. Röttgen will Biesenbach als Justizminister.

Der 64-jährige Jurist Peter Biesenbach will am 13. Mai nicht nur wieder für die CDU in den Düsseldorfer Landtag einziehen. Er möchte auch den Sprung ins Kabinett schaffen: als Justizminister. CDU-Landeschef und -Spitzenkandidat Norbert Röttgen will das auch. Er präsentierte Biesenbach gestern in Düsseldorf als Mitglied seines Schattenkabinetts.

Es wird der zweite Anlauf des Hückeswageners auf ein Ministeramt sein. Schon vor der vorigen Landtagswahl 2010 war er, noch unter Jürgen Rüttgers, als künftiger Justizminister im Gespräch gewesen. Der Regierungswechsel nach der Wahl verbannte Biesenbach jedoch auf die Bänke der Opposition. Rechtspolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion blieb der Anwalt aber bis zur Auflösung des Landtags vor wenigen Wochen.

"Fühle mich gut vorbereitet"

"Es war ein guter Tag heute, ich freue mich": Das war Biesenbachs erster Kommentar gestern im Gespräch mit der BM. Er fühle sich gut vorbereitet auf das Amt, schließlich habe er "Rechtspolitik seit inzwischen zwölf Jahren im Landtag verantwortlich mitgestaltet".

Umziehen nach Düsseldorf will der Landespolitiker nicht, wenn er denn tatsächlich Justizminister wird: "Ich bin mit Leib und Seele Hückeswagener und Oberberger. Meine Frau Silvia und ich möchten nirgendwo anders leben." Auch jetzt sei er im Schnitt fünf Mal in der Woche in der Landeshauptstadt: "An die Fahrerei habe ich mich längst gewöhnt."

Röttgen und Biesenbach verbindet eine enge Zusammenarbeit seit nun fast 14 Jahren. Sie ergab sich zunächst in der Landesarbeitsgemeinschaft christlich-demokratischer Juristen. Der heutige Bundesumweltminister war früher ihr Vorsitzender, Biesenbach folgte ihm in diesem Amt nach, als Röttgen in den Bundesvorstand ging.

Als es im Sommer 2010 um die Frage ging, wer neuer CDU-Landeschef in NRW werden sollte — Norbert Röttgen oder Armin Laschet — hatte Biesenbach auch öffentlich kein Hehl aus seinen Sympathien für Röttgen gemacht. In diesem Punkt war sich Biesenbach seinerzeit einig gewesen mit dem oberbergischen CDU-Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Flosbach. Und mit der Mehrheit seiner Parteifreunde im Kreisgebiet, die bei der Mitglieder-Befragung für Röttgen stimmte.

Neben Biesenbach hat Röttgen gestern drei weitere Landtagsabgeordnete benannt, die er im Falle eines Wahlsieges in sein Kabinett berufen will: Christina Schulze Föcking (Landwirtschaft/Verbraucher), Lutz Lienenkämper (Verkehr, Bauen, Umwelt) und Armin Laschet (Innenministerium).

Hier geht es zur Bilderstrecke: NRW: Das ist Röttgens Schattenkabinett

(RP/rl)
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