Hückeswagen: Biersorten für jedes Wetter

Hückeswagen : Biersorten für jedes Wetter

Mit dem Fassanstich durch Bürgermeister Uwe Ufer begann Freitag die zweite "Bierbörse". Noch heute und morgen können die Besucher aus mehr als 250 Biersorten wählen. Die Anbieter gehen von einer großen Resonanz aus.

An Kuriositäten reich ist auch die zweite "Bierbörse" auf dem Bahnhofsplatz und der für den Verkehr gesperrten Bahnhofstraße. Ein Bier, das vor allem Liebhaber des runden Leders anlocken könnte, ist das Fritz-Walter-Bier. Und dazu passte gestern das Wetter. Denn der 2002 gestorbene Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft und Weltmeister von 1954 spielte am besten bei Regen. Und pünktlich zum Start der "Bierbörse" gestern Nachmittag zog ein Gewitter mit kräftigem Niederschlag über die Schloss-Stadt — "Fritz-Walter-Wetter" eben.

Dass die deutsche Elf nun nicht das Finale der Fußball-EM am Sonntag erreicht hat, stört Ines Makowski ein wenig. Denn die Kellnerin am Stand der Privatbrauerei Bischoff, die das Fritz-Walter-Bier braut, hatte eigentlich auf die Fußball-Fans gesetzt. Aber vielleicht zieht es mehr weibliche Kundschaft an. Denn: "Das Fritz-Walter-Bier ist eher süffig und wird auch von Frauen gerne getrunken."

Das Außergewöhnliche ist gefragt

Gastronomin Johanna Schröder vom Ausschankschiff "Santa Maria" der Störtebeker-Brauerei aus Stralsund freut sich auf die Gäste: "Die Hückeswagener sind ein sehr gutes Publikum und an Neuigkeiten sehr interessiert", lobt sie. Die "Bierbörse" in Hückeswagen sei klein und intim und damit attraktiv. Sie rechnet wieder mit einem großen Zuspruch: "Die Leute wollen mal 'was Außergewöhnliches und nicht ihr hiesiges Bier."

Gerne auf der "Bierbörse" sind auch Ralph Schmidt und sein Team mit dem Dinnede-Stand. Auf der Bahnhofstraße bieten sie eine Art Flammkuchen mit Schmand an. "Voriges Jahr waren wir zufrieden", sagt Schmidt. Seine Prognose für dieses Wochenende ist optimistisch. Auch hofft er darauf, dass die Besucher der "Mittsommernacht" (s. Info) einen Abstecher auf die "Bierbörse" machen.

Auch Edeltraut Jakobs freut sich aufs Wochenende. Die Graveurin verziert vor der ehemaligen Schlecker-Filiale Gläser und Tassen. Schon bei der Premiere im vorigen Jahr war sie dabei und mit dem Geschäft trotz des schlechten Wetters zufrieden. "Die ,Bierbörse' hier hat Potenzial", findet sie. Edeltraut Jakobs graviert jeden Wunsch. Einer der beliebtesten Sprüche lautet: "Finger weg, mein Bier!"

Hoffen auf besseres Wetter als 2011

Die Gelegenheit nutzen will wie im Vorjahr auch Michael Kniep. Der Hotelier hat auf der Bahnhofstraße vor seinem Hotel einen großen Biergarten aufgebaut. "Bei solch einer Veranstaltung sollte man sich nicht ausschließen, sondern mitmachen", sagt er. Allerdings hofft er auf besseres Wetter als 2011 ("zehn Grad und Regen") und gestern Nachmittag. "Das wäre sonst die dritte verregnete Großveranstaltung in diesem Jahr", sagt Kniep mit Blick auf Sommerbob-Rennen und "Hückeswagener Treff".

(RP/rl)
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