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Hückeswagen: Bieg fordert zweiten Sportplatz

Hückeswagen : Bieg fordert zweiten Sportplatz

Seit Freitagabend ist Axel Bieg neuer Vorsitzender des RSV 09 Hückeswagen (die BM berichtete). Im BM-Gespräch berichtet er über sein Verhältnis zu seinem Vorgänger Frank Höbler, eine mögliche Fusion mit dem FC 04 Hückeswagen und einen zweiten Sportplatz.

Ihr Vorgänger Frank Höbler bleibt als neu gewählter Geschäftsführer dem Vorstand erhalten. Ist das ein Zeichen von Kontinuität?

Bieg Frank Höbler war jahrelang aktiv im Vorstand. Er hat sehr gute Kontakte zur Stadt, auf die ich gerne zurückgreifen möchte. Ich bin ganz froh, das er mit im Boot ist.

Das Thema Kunstrasenplatz beschäftigt Fußballer wie Politiker gleichermaßen. Werden Sie Höblers Kurs, der sich sehr dafür einsetzt, fortsetzen?

Bieg Der Kunstrasenplatz ist im nächsten Jahr im Finanzierungsplan. Das Projekt bleibt ein Hauptziel und ist auch weiterhin in den Händen von Herrn Höbler als neuem Geschäftsführer.

Am Freitag haben Sie einen zweiten Sportplatz für Hückeswagen gefordert. Ist das eine realistische Perspektive?

Bieg Die Politik wird sagen: Ein Rasenplatz muss erstmal reichen. Aber der Sportplatz ist absolut überlastet. Wir haben zwölf Jugend- und drei Seniorenmannschaften. Der FC 04 hat noch einmal acht oder zehn. Alle wollen zur gleichen Uhrzeit ein- oder zweimal pro Woche trainieren — das kann nicht funktionieren. Ein Neubau müsste schnellstens passieren.

Wo sollte ein solcher Platz denn hin?

Bieg Raum dafür ist im Brunsbachtal. Da ist ein Hallenbad, eine Mehrzweckhalle — warum nicht noch eine Sportstätte. Parkplätze und Infrastruktur sind schon gegeben.

Der FC 04 hat sich aus Aktiven entwickelt, die den Raspo im Zwist verlassen haben. Können Sie sich vier Jahre nach der Trennung eine Zusammenarbeit vorstellen?

Bieg Beide Vereine haben heute dieselben Probleme. Wir müssen erstmal den Kunstrasenplatz gemeinsam auf die Schiene bringen. Mittelfristig halte ich aber auch Spielgemeinschaften für denkbar, wenn beide Vereine keine eigene Mannschaft stellen können, beispielsweise bei der A- und B-Jugend.

Auf der Versammlung wurde von Frank Höbler und Ihnen das Wort vom Zusammenschluss beider Fußballvereine auf den Tisch gebracht.

Bieg Erstmal müssen wir unsere 100-Jahr-Feier im nächsten Jahr über die Bühne bringen. Danach können wir über einen Zusammenschluss nachdenken. Die Vorteile lägen auf der Hand: Ein starker Verein kann sich besser durchsetzen und Trainer und Mannschaften besser zusammenführen.

Was wäre ein realistischer Zeitraum für eine Vereinigung?

Bieg Das kommt auf die Vorstände und die Mitglieder der Vereine an. Die Versammlung am Freitag hat es gezeigt: Es gibt Befürworter und Gegner. In Wermelskirchen haben es zwei Vereine vorgemacht. Die spielen heute sogar in der Landesliga. Es kann zwei, drei Jahre oder länger dauern. Das liegt an der Harmonie zwischen den Verantwortlichen. Mit Markus Beeh als Vorsitzendem hat der FC 04 einen Mann, der die Probleme erkannt hat und mit dem man reden kann.

Thorsten Breitkopf führte das Gespräch.

(RP)