Hückeswagen: Bewegende, aber auch kritische Töne bei Häde-Abschied

Hückeswagen: Bewegende, aber auch kritische Töne bei Häde-Abschied

Zwei Jahre ist es jetzt her, dass Tobias Häde aus Rottenburg o. d. Fulda in Hessen Jugendreferent der Evangelischen Kirchengemeinde der Schloss-Stadt wurde. Nach dem Gottesdienst am Sonntag verabschiedete sich die Gemeinde mit persönlichen Worten von Häde und seiner Frau Maren.

Die Stelle als Jugendreferent war auf zwei Jahre befristet; sie war für den 26-Jährigen zudem die zweite Ausbildungsphase des begleiteten Berufseinstieg in den hauptamtlichen Kirchendienst. Häde will nun seine Ausbildung fortsetzen.

"Klappern gehörte nicht zu Deinem Handwerk", sagte Pfarrer Martin Haupt-Schott, der besonders die ruhige und überlegte Art an Tobias Häde schätzte. Auch CVJM-Vorsitzende Eta Brülls war voll des Lobs: "Eine Ära geht zu Ende, Du wirst uns fehlen." Sie sprach ihren Dank auch im Namen des Presbyteriums aus. Michael Weber, Vorsitzender des Fördervereins Zukunft Jugend, fand ebenfalls persönliche und dankbare Worte: "Besonders schön bleibt mir die Fotoaktion im Eingangsbereich der Pauluskirche in Erinnerung. Sie wird genutzt und kann helfen, herauszufinden, wer eigentlich wer in unserer Kirchengemeinde ist." Auch die Jugendfreizeit nach Dänemark werde ihm, wie auch den Jugendlichen, noch lange in Erinnerung bleiben. Anschließend bekamen Häde und seine Frau ein großes Geschenkpaket mit Mitbringseln aus der Schloss-Stadt überreicht.

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Dennoch sei es ein Abschied mit einem lachendem und einem weinenden Auge, sagte Häde im Anschluss bei der kleinen Feier vor der Pauluskirche: "Weinend, weil ich sehr viele gute Beziehungen knüpfen konnte. Lachend, weil eben nicht immer alles leicht war. Ich habe mich aber über die teils sehr offenen Worte gefreut."

Seine Frau Maren präzisierte mit bewegter Stimme: "Wenn wir zurückschauen, waren wir zwei Jahre lang Gäste. Und es gab ganz viele tolle Menschen, die auch zu Freunden wurden. Aber für mich war es auch eine Zeit der Einsamkeit in Hückeswagen, besonders zu Beginn." Sie betonte, dass sie das nicht mit erhobenem Zeigefinger sage, aber den Gemeindemitgliedern dennoch gute Wünsche für mehr Gastfreundschaft und offenere Arme für nachfolgende Jugendreferenten mitgeben wolle. "Ich habe mich manchmal gefragt, warum ich nicht öfter mit eingeladen wurde, wenn mein Mann etwa zu Andachten eingeladen wurde", sagt Maren Häde. Das sei für sie mit ein Grund gewesen, einen Ortswechsel anzustreben.

(RP)
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