Hückeswagen: BEW warnt vor unseriösen Werbern

Hückeswagen: BEW warnt vor unseriösen Werbern

Schon die Herausgabe der Zählernummer und der Abgabestelle kann einen Versorgerwechsel einleiten. Vor allem ältere Menschen werden angerufen.

Der Anruf kam gegen 18 Uhr. Eine freundliche Stimme meldete sich als BEW-Mitarbeiterin, die über neue Vertragsinhalte sprechen wollte. Zum Glück war die Verbindung schlecht - und die Angerufene brach das Gespräch ab. Es war einer dieser unseriösen Telefonwerber, die sich zurzeit wieder häufiger in der Region melden, berichtet Sonja Gerrath von der Geschäftsführung der Bergischen Energie- und Wasser-GmbH auf Anfrage.

In den BEW-Kundenbüros in Hückeswagen (unterhalb des Bürgerbüros am Bahnhofsplatz), Wipperfürth und Wermelskirchen würden sich mittlerweile wöchentlich zwei bis drei Kunden wegen dieser unseriösen Telefonwerber melden. "Es sind meistens ältere Menschen, die von den Telefonwerbern angerufen wurden", berichtet Gerrath. Sie warnt davor, persönliche Daten am Telefon herauszugeben: "Leider wissen die wenigsten Kunden, dass schon durch die Herausgabe der Zählernummer und der Abnahmestelle ein Versorgerwechsel eingeleitet werden kann." Die Kunden würden unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zur Herausgabe von persönlichen Daten gedrängt. "Dabei geben die Vertreter widerrechtlich an, zum Beispiel in einer Kooperation oder auch im Auftrag der BEW zu handeln und versuchen, die überraschten Kunden zu einem schnellen Vertragsabschluss mit einem Strom- und/oder Erdgasanbieter zu bewegen." Die Mitarbeiter der BEW würden Kundendaten jedoch niemals an Dritte herausgeben, niemals telefonisch abfragen, und in keinem Fall würden Kunden zu einem sofortigen Vertragsabschluss gedrängt. Betroffenen Kunden rät Sonja Gerrath, Angebote in Ruhe zu prüfen. Rüde Werbemethoden sollten auch der Polizei gemeldet werden. "In Zweifelsfällen können Kunden jederzeit unter Tel. 02267 686200 bei der BEW Rückfragen stellen oder sich in den BEW-Kundencentern und auch im Beratungsmobil informieren", betont sie. Bei ungewollten Verträge können Kunden von ihrem zweiwöchigen Widerrufsrecht Gebrauch machen.

(tei.-)