Hückeswagen: BEW-Netze GmbH ist Partner der Erzeuger

Hückeswagen : BEW-Netze GmbH ist Partner der Erzeuger

Das Energiewirtschaftsgesetz schreibt es seit 2005 vor: Die Energieversorger müssen ihren Netzbetrieb von den übrigen Aktivitäten des Unternehmens wie Energieerzeugung und Energievertrieb trennen. Gewinne zum Beispiel aus dem Verkauf von Erdgas dürfen nicht mit Investitionen im Bereich der Strominfrastruktur verrechnet werden. Der Gesetzgeber hat dafür das Wortungetüm "Unbundling" gefunden. Gemeint ist die betriebswirtschaftliche Entflechtung bei den Energieversorgung, um so eine größere Markttransparenz zu schaffen.

Die BEW reagierte schon im Vorfeld des Gesetzes: Am 2. Dezember 2003 unterzeichneten sie und RWE Rhein-Ruhr AG einen Vertrag zur Gründung der Gesellschaft "BEW Netze GmbH" mit Sitz in Wipperfürth. Die GmbH wurde zur Besitzerin der Stromnetze in Wipperfürth, Hückeswagen und Wermelskirchen. Für Unternehmen oder Privatleute, die Strom beispielsweise aus ihrer Photovoltaikanlage ins Netz einspeisen wollen, ist somit die BEW Netze GmbH der Vertragspartner. Das Vertragsverhältnis zwischen der GmbH und dem Stromerzeuger regeln sechs verschiedene Verträge. Bestandteil ist ein Einspeisevertrag entweder für Photovoltaik oder für Blockheizkraftwerke (BHKW). Sie dienen der Gewinnung von elektrischer Energie und Wärme, vorzugsweise am Ort des Wärmeverbrauchs. Dazu setzen sie das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung ein, bei der sowohl Strom als auch Wärme etwa für ein Heizungssystem erzeugt werden.

Ist der Vertrag von beiden Seiten unterzeichnet, darf der dezentrale Stromerzeuger das Stromnetz der BEW ab dem Netzverknüpfungspunkt nutzen. Dafür gibt's eine Vergütung der BEW nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz. Zukünftige Stromlieferanten bekommen Tipps und Informationen dazu auf der Internetseite www.bew-netze.de. Dort wird erklärt, was beispielsweise bei Eigenerzeugeranlagen oder Wärmepumpen zu beachten ist. Bereits vor Montage oder Inbetriebnahme einer Energie-Erzeugungsanlage muss eine Vielzahl von Papieren eingereicht werden. Darunter ein Lageplan und ein Übersichtsschaltplan mit Daten der eingesetzten Betriebsmittel und Angaben zur einzuspeisenden Leistung.

(RP)
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