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Hückeswagen: Beste Köpfe, beste Ausbildung

Hückeswagen : Beste Köpfe, beste Ausbildung

Mit einer symbolischen Grundsteinlegung am Haus Marienbrunnen wurde das Wirtschaftsgymnasium gestern auf den Weg gebracht. Ab Mitte 2011 sollen die Privatschüler im ehemaligen Krankenhaus unterrichtet werden.

Schulleiter Dr. Manfred Schinner bemühte in seiner Rede vor allem drei Adjektive, um die 21 Schüler zu beschreiben, die ab Ende August (zunächst in Containern an der Realschule) als Erste am "Berufskolleg Hückeswagen — Privatschule der bergischen Wirtschaft" unterrichtet werden: motiviert, engagiert, zielorientiert. Die so Gelobten — alle waren mit ihren Eltern zu dem kleinen Festakt mit Musik des Realschul-Orchesters "Blow up!" gekommen — standen zum Abschluss dann selber im Mittelpunkt. Waren es doch die 16- und 17-Jährigen, die die symbolischen Grundsteine legten. Jeder befestigte an einem Gestell eine Tafel, so dass am Ende ein Bild entstand, wie die Schule einmal aussehen soll. Jeweils eine "Grundstein-Tafel" steuerten das Lehrerkollegium, die Stadt und die Investoren bei.

In seinem Grußwort legte Bürgermeister Uwe Ufer Augenmerk auf die Besonderheit des Wirtschaftsgymnasiums: "Hier werden gleich zwei Abschlüsse in drei Jahren absolviert, die andere nur für das Abitur benötigen." So werden die Jugendlichen in diesem Zeitraum eine Ausbildung zum Industriekaufmann oder zur Industriekauffrau absolvieren, gleichzeitig aber auch Abitur machen. Ufer: "Diese Kombination von Berufsausbildung und Abitur verlangt ein ganz besonderes Engagement von den Schülerinnen und Schülern." Zumal sie auch keine Freizeit in den Schulferien hätten, da sie gleichzeitig eine Ausbildung bei einem Partnerunternehmen durchlaufen. "Das sind Herausforderungen, denen sie sich stellen müssen", machte Ufer deutlich. Das setze Potenzial, Leistungswillen und Leidenschaft voraus. "Aber es bietet eben auch Chancen und Erfolge, die die klassische Schule nicht bieten kann."

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Ideengeber Harald Pflitsch, Geschäftsführer des Kabelverschraubungsunternehmens vom Mühlenweg, nannte später die Schulgründung in einer Kleinstadt ein "spektakuläres Ansinnen". Doch in Kürze gehe die Privatschule der bergischen Wirtschaft vom Projekt- in den Betriebsstatus über. Es gelte aber weiterhin, ein Drei-Millionen-Euro-Investment zu schultern, damit die Klassen im nächsten Jahr im ehemaligen Marienhospital ihre langfristige Heimat finden.

Das "Bergische Modell", wie Schinner die Privatschule nannte, beruht auf sieben Säulen: den Unternehmen, den Schülern, den Eltern, den Lehrern, der Berufsorientierung, der individuellen Förderung und der professionellen Lernumgebung. Mit Blick auf die zukünftigen Schüler betonte Schinner: "Die beste Ausbildung für die besten Köpfe — das ist unser Leitmotiv und Anspruch zugleich."

(RP)