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Hückeswagen: Berufskolleg setzt auf volle Leistung

Hückeswagen : Berufskolleg setzt auf volle Leistung

Vor zwei Jahren ist das Berufskolleg Hückeswagen an den Start gegangen, vor einem Jahr wurden die eigenen Räume im ehemaligen Marienhospital bezogen. Der erste Jahrgang der Industriekaufleute, für die 2010 der Unterricht begonnen hat, steckt jetzt in den Abschlussprüfungen vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) und zeitgleich in denen für das Fachabitur.

"An den dabei erzielten Ergebnissen werden wir als Schule gemessen werden", sagte der Leiter des Berufskollegs, Dr. Manfred Schinner, in dieser Woche im Schulausschuss. Er selbst wartet offensichtlich mit Hochspannung auf den Ausgang der Prüfungen. Denn deutlich wurde im Ausschuss: Das Berufskolleg ist in hohem Maße leistungsorientiert und setzt das auch bei seinen Schülern voraus.

Der Leistungswille muss bei den jungen Leute ohnehin ausgeprägt sein. Schließlich nehmen sie für den doppelt qualifizierenden Bildungsgang (Ausbildung im Betrieb und parallel dazu die schulische Vorbereitung auf das Abitur) deutlich mehr Belastung auf sich als andere in ihrem Alter. Zum Leistungs- kommt der Durchhaltewille: Von den 21 Jugendlichen, die 2010 die erste Klasse am Berufskolleg bildeten, seien 19 bis heute dabei, berichtete Schinner.

"Wir sind eine Schule von Unternehmen für Unternehmen", unterstrich der Schulleiter. Offiziell handelt es sich bei dem Berufskolleg um eine staatlich anerkannte Ersatzschule, die in Teilen vom Land finanziert wird. Theoretisch besteht ein Anrecht auf 85 Prozent der Mittel, die das Land für eine Regelschule zahlt. Tatsächlich werden die Kosten laut Schinner nur zu 50 Prozent vom Land gedeckt, weil das Berufskolleg deutlich besser ausgestattet ist als Regelschulen es sind. Hinzu kommt, dass maximal 20 Schüler eine Klasse bilden. Was das Land nicht bezahlt, übernimmt der Förderverein, also die Unternehmen. Auch die Schüler selbst zahlen einen Beitrag, denn Teile ihrer Ausbildungsvergütung stellen sie dem Förderverein zur Verfügung.

(RP)