Bergisches Bundesligateam trainiert vor Eckernförde

Segler von der Bever-Talsperre : Bundesligateam trainiert vor Eckernförde

Segler-Vereinigung Wuppertal bereitet sich auf den Start in die Saison der Zweiten Bundesliga vor. Auch beim Nachwuchs tut sich was: Erstmals stellt der Verein von der Bever-Talsperre ein Team für die Junioren-Bundesliga.

Es hätte nicht besser laufen können: Strahlend blauer Himmel, ein bis vier Windstärken aus Nord-Ost, acht Trainingspartner mit Erfahrung in der ersten und zweiten Segel-Bundesliga: Das Team der Segler-Vereinigung Wuppertal (SVWu) ist bereit für den Start in der ersten Saison der Zweiten Segel-Bundesliga.

Um den Aufstieg haben die Segler von der Bever-Talsperre um Teammanager Ronald Roos lange gekämpft. Platz elf in den Ausscheidungsregatten im Herbst 2018 reichte nicht, doch dann kam die Nachricht im neuen Jahr: Die Segler-Vereinigung rückt nach. Und damit neben den traditionellen Klassen, die die Segler der SVWu ohnehin segeln, nun auch das Teamtraining in dieser One Design-Kielbootklasse J70, die mit vier Personen gesegelt wird.

Teammanager Ronald Roos freut sich auf die Zweite Liga. Foto: Udo Teifel

Inzwischen hat der Club ein zweites Vereinsboot gekauft, ein weiteres privates wird ebenfalls fürs Training auf dem Heimrevier, der Bever-Talsperre, genutzt. Doch nichts geht über das Training auf fremden Revieren mit Teams, die leistungsmäßig am Limit segeln und gern oben mitmischen wollen. So war klar: Die Ostertage werden genutzt, um in der Eckernförder Bucht zu trainieren. Insgesamt trafen sich dort neun Teams der Ersten und Zweiten Segel-Bundesliga beim SC Eckernförde bei idealen Bedingungen. Roos: „Vier Tage Rennen zu fahren, dazu in kleinen Übungseinheiten immer wieder an Manövern feilen. Das hilft.“ Denn bei den Rennen im „Fleet-Race-Format“ bleibt nicht viel Zeit zu überlegen. Start, kurze Kreuz, Raumschot-Kurs unter dem großen Geneker. „Da ist höchste Konzentration gefordert. Anders als bei üblichen Regatten, wo wir eine viel längere Kreuz segeln oder viel längere Raumschot- oder Halbwindkurse.“

△  Testlauf auf der Ostsee: Maren und Ronald Roos, Hermann Franc und Morten Roos (v. li.). ◁   Mit dem neongelben Spinnacker vorneweg: das Boot der SVWu. ▷  Teammanager Ronald Roos freut sich auf die Zweite Liga. Fotos: Teifel (3). Foto: Udo Teifel

Neben Teammanager Ronald Roos, der auch als Steuermann im Boot sitzt, werden Hermann Franc sowie Morten und Maren Roos die ersten Wettfahrten der fünf „Acts“ in der J 70 sitzen. „Reservefrau“ ist Maike Roos. Das erste Event findet vom 3. bis 5. Mai am Starnberger See statt, das zweite zwei Wochen später in Konstanz am Bodensee. Insgesamt fünf Events sind geplant, das Finale findet Ende Oktober im Glücksburg statt.

Die Begeisterung für diesen Vereinswettbewerb hat nun auch die Jugend der Segler-Vereinigung erfasst. Der Verein hat sich entschlossen, auch ein Team für die Junioren-Segel-Bundesliga zu melden. Premiere für die Wuppertaler ist am 10. bis 12. Mai auf dem Starnberger See. Maike Roos wird als Steuerfrau im Einsatz sein, ihre Schwester Maren als Taktikerin. Der Cousin der beiden jungen Frauen, Aron Roos, hat bereits sechs Trainingseinheiten an der Bever mitgemacht und ist neben Melvin Hartmann das vierte Crewmitglied. Die Junioren haben vier „Wettkampf-Tage: Starnberg, Travemünder Woche, Kiel, Ijsselmeer.

Inzwischen hat sich auch ein Damen-Team gebildet, das zum zweiten Mal am „Helga-Cup“ in Hamburg auf der Alster im Juni teilnehmen wird. Premiere war dort beim ersten „Helga-Cup 2018“, 64 Damen-Teams waren am Start. Die „Sahneschnitten“ (so der selbst gewählte Team-Name) belegten unter 64 Mannschaften Platz elf – und hatten sich damit für 2019 qualifiziert.

Auf drei Bahnen wird auf der Alster gesegelt, 94 Teams haben gemeldet. Da auch viele ausländische Seglerinnen am Start sind, gehört der „Helga-Cup 2019“ nunmehr zu den Top-Ten-Events in Hamburg. Als Mannschaft treten Kirsten, Maike und Maren Roos sowie Julia Achterberg an.

Die Travemünder Woche Ende Juli wird für die Wuppertaler zu einem weiteren sportlichen Höhepunkt. Denn nicht nur die Junioren-Segel-Liga findet dort statt: Mit den J70 und den 505er kämpfen die Segler in zwei starken deutschen Klassen um die nationalen Titel vor Travemünde. Die Segler-Vereinigung wird in beiden Klassen Teams stellen. Wie viele, steht derzeit noch nicht fest. Da diese beiden Klassen ihre Meisterschaften hintereinander austragen, dürften acht intensive Wettfahrtstage vor den Bergischen liegen.

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