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Beim Schmidtsingen in Hückeswagen war das Publikum mit Herzblut dabei.

Konzert : „Schmidtsingen“ wird immer beliebter

Die Hückeswagener müssen nicht motiviert werden. Sie bringen die Lust am lauten Mitsingen und Schunkeln direkt mit und sind mit Herzblut dabei. Das sei das Besondere in der oberbergischen Stadt, sagt Musiker Andre Schmidt, der am Samstagabend zum fünften Mal mit seinem Rudelsingen-Konzept „Schmidtsingen“ zu Gast im Kultur-Haus Zach war.

Über 50 Gäste waren gekommen, um gemeinsam Songs wie „Hey Jude“ von den Beatles oder Schlagerklassiker wie „Über den Wolken“ zu singen. „Wir waren selbst ganz überrascht, dass so viele gekommen sind“, erklärte Detlef Bauer, Vorsitzender des Vereins Kultur-Haus Zach. Inzwischen scheine sich das Mitsing-Event rumgesprochen zu haben.

Wer nicht ganz so textsicher war, konnte die Liedzeilen auf der großen Leinwand mitlesen. „Auf diese Art ist es wunderbar einfach, mitzumachen“, hob Axel Sperling hervor. Er stand gemeinsam mit Frau Uschi Sperling sowie Bruder Frank und Nichte Hannah Sperling ganz vorne. Mit großer Begeisterung sangen die vier bei jedem Song mit. „Das Singen macht Spaß. Und keiner kann Fehler machen“, erklärte Frank Sperling, was ihm so gut an dem Konzept gefällt. Durch das Gruppengefühl singe man selbst bei den Liedern mit, die man sonst nicht so gerne mag, ist sich die Familie einig. „Ich bin keine begnadete Sängerin. Aber hier in der Masse fällt das nicht auf“, ergänzte Uschi Sperling.

Genau das ist es, was den Musiker Schmidt selbst so gut gefällt. Chorsänger treffen auf ungeübte Hobbysänger aus allen Generationen. Daraus entsteht ein großes, stimmgewaltiges Ensemble. Die Mischung aus bekannten Kindersongs wie „Biene Maja“, Schmachtsongs wie „Tears in Heaven“ oder Klassikern wie „Dancing Queen“ oder „Für mich soll’s rote Rosen regen“ kamen gut an.

Susanne Janowski sowie Karmen und Christina Hellmann sind treue Fans des Rudelsingens. Sie fahren sonst immer nach Wipperfürth und wollten nun einmal die Variante in Hückeswagen testen. Zwar sei es hier im Vergleich „klein und schnuckelig“, aber die Songauswahl sei gut, meinte Christina Hellmann.

Zur rockigen Version von „Rote Lippen soll man küssen“ sang sich das Publikum dann in Ekstase. Melancholisch-anmutig wurde es beim Kölschen Lied „In unserm Veedel“. Schmidt begleitete den Abend nur auf seiner Gitarre und wusste genau, wann er das Publikum alleine singen lassen musste. Und weil die Hückeswagener gar nicht genug bekamen, folgten noch drei Zugaben.