Hückeswagen: Beim Raspo ist wieder Ruhe eingekehrt

Hückeswagen: Beim Raspo ist wieder Ruhe eingekehrt

Nach dem "schlechtesten Jahr der Vereinsgeschichte" blickt der Vorsitzende des RSV 09 Hückeswagen, Michael Steffens, mit dem neuen Trainer der Ersten, Abdeaziz Lakraa, wieder etwas zuversichtlicher in die fußballerische Zukunft.

Das Geschäftsjahr 2017 war zumindest im ersten Halbjahr eines, über das er am liebsten gar nicht viele Wort verlieren würde. Das stellte Raspo-Vorsitzende Michael Steffens gleich zu Beginn seines Berichts bei der Jahresversammlung im Kolpinghaus klar: "Es war mit Sicherheit das schlechteste Jahr der langen Vereinsgeschichte", sagte er und brachte damit das sportliche Dilemma auf den Punkt.

Die erste Mannschaft sei von Platz 14 mit nur fünf Punkten und einem Torverhältnis von 19:76 Toren in die Rückrunde gestartet. "Es ging aber nicht wesentlich besser weiter: Zum Ende der Saison waren wir auf Platz 15, noch immer mit fünf Punkten und einem Torverhältnis von 37:180 Toren", sagte Steffens.

Der Klassenerhalt konnte nur deshalb gesichert werden, weil die 1. Spvg. Remscheid schon in der Hinrunde ihre erste Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet hatte und dem SC 08 Radevormwald der Klassenerhalt in der Bezirksliga gelang. "Dafür noch mal ein Dankeschön von unserer Seite an unsere Freunde in Radevormwald", sagte Steffens.

Auch von der Trainerseite aus war 2017 ein unruhiges Jahr: "Natürlich darf auch der Rücktritt von Toni Fornarelli Anfang April nicht vergessen werden." Fornarelli habe alles versucht, musste aber dann doch die Reißleine ziehen. "Der geschäftsführende Vorstand hatte sich für Udo Siminiski als neuen Trainer entschieden", sagte Steffens. Doch auch der altgediente Raspo-Recke, Mitglied der Landesliga-Mannschaft aus den 1970ern, hatte kein Glück, so dass ab Juli erneut ein neuer Trainer für die erste Mannschaft gesucht werden musste. Mit Abdelaziz Lakraa und einigen neuen Spielern, die eine Reihe von abgewanderten Sportlern ersetzten, hätte die erste Mannschaft ein ganz neues Gesicht bekommen. "Das Ergebnis war eine durchaus gute Hinrunde: Aktuell sind wir auf dem zehnten Tabellenplatz mit 17 Punkten", berichtete Steffens und äußerte seine Hoffnung auf eine ebenso erfolgreiche Rückrunde, damit auch in der kommenden Saison 2018/19 in Hückeswagen Fußball in der Kreisliga A gespielt werden könne.

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Unruhe gab es auch in der zweiten Mannschaft: "Das Experiment mit den Wipperfürthern ist gescheitert, die dortige Mannschaft verließ den RSV am Ende der Saison wieder", sagte Steffens. Am Ende stand für die zweite Mannschaft ein 13. Platz in der Kreisliga C. Dennoch sei auch für die Zukunft wieder eine zweite Mannschaft im Raspo geplant, wofür derzeit ein Trainer gesucht wird (siehe Info-Kasten).

Eitel Sonnenschein herrschte hingegen bei den "Alten Herren", wie Stefan Lorse sagte: "Wir haben zwar keinen aktiven Spielbetrieb mehr, aber dafür trainieren wir bis zu zweimal pro Woche." Außerdem habe es ein gutes Hallenturnier gegeben. Sein Fazit: "Die Altherren laufen rund, alles ist gut."

Bei den Neuwahlen wurden sowohl Michael Steffens als Vorsitzender und Michael Falk als sein Stellvertreter wiedergewählt. Auch Geschäftsführer Rainer Rey wurde im Amt bestätigt, die Position des zweiten Geschäftsführers blieb erneut vakant.

Wie schon früher am Abend in der Jugend-Jahresversammlung wurde auch bei den RSV-Erwachsenen der Zustand sowohl der Duschen und Umkleideräumlichkeiten als auch das allgemeine Aussehen des Sportplatzes bemängelt: "Man schämt sich schon fast, wenn auswärtige Vereine zu uns kommen. Wenn wir etwa in Dhünn spielen, ist dort alles blitzsauber", sagte ein Mitglied. Das Thema sei bekannt, versicherte Steffens. "Dafür ist der Platzwart zuständig. Wir werden auch zeitnah ein Gespräch mit dem Stadtsportverband dazu suchen."

(wow)