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Hückeswagen: Baum begräbt Fußballtor unter sich

Hückeswagen : Baum begräbt Fußballtor unter sich

Der zwölfjährige Daniel dachte, dass jemand Böller nach ihm und seinen Freunden werfen würde, als er plötzlich beim Fußballspielen auf dem kleinen Sportplatz in Scheideweg unterhalb der L 101 ein komisches Geräusch hörte. Wie die anderen Hobby-Kicker von der Freien Evangelischen Gemeinde Lindenbergstraße, die sich mit ihren Trainern regelmäßig auf dem Bolzplatz treffen, stand er zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Denn: „Es knarzte, und ein Ast, so dick ist wie ein Mann, fiel ’runter“, erzählt „Trainer“ Frank Rösner. Doch dann krachte es wieder. Rösner: „Sofort danach knickte der restliche Baum mit seiner gewaltigen Krone ab. Ein gehöriger Schrecken fuhr uns in die Glieder.“ Warum der Baum abbrach? Niemand weiß es.

Daniel und seine Fußball-Freunde stehen jetzt mit Rösner vor dem Bruchwerk und sind erleichtert. „Wir hatten am Dienstag gerade Mannschaften gewählt und noch die Positionen abgesprochen. Deswegen hat keiner von uns im Tor gestanden“, sagt Daniels Fußball-Kamerad Ben. Der Elfjährige spielt am liebsten links im Sturm. Ein Stürmer hat natürlich ein Ziel: das Tor. Doch das von der Straße aus gesehene rechte Tor ist völlig unter Ästen begraben. Rösner hat einen Plan, was zu tun ist, damit die bis zu 30 Kinder und Jugendlichen zwischen acht und 15 Jahren bald wieder kicken können: „Wir suchen erst den Besitzer des Baums, um ihm Bescheid zu sagen und unsere Hilfe anzubieten. Dann versuchen wir einen Sponsor für das neue Tor zu finden.“

Das Tor, das der Baum unter sich begrub, bestand aus drei Holzbalken. Simon (13) sieht das neue schon vor sich: „Supertoll wäre eins aus Alu.“ Dass das teuer wird, weiß er auch. Deswegen gilt: Hauptsache wieder auf zwei Tore kicken. Bis dahin müssen die Fußballer sich beim Training mit dem Rest des Platzes und nur einem Tor begnügen.

Kontakt Tel. 76 01 (Rösner)

(RP)