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Hückeswagen: Awo lädt zum 20-Jährigen in Kindergärten ein

Hückeswagen : Awo lädt zum 20-Jährigen in Kindergärten ein

Es begann an der August-Lütgenau-Straße: Der erste Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt in Hückeswagen war in der alten Villa beheimatet, in der früher auch einmal das Gesundheitsamt war. „Wir waren vor 20 Jahren der erste Kindergarten in Hückeswagen, der keinen konfessionellen Träger hatte“, erinnert sich Bernd Block. Der Ortsvorsitzende der Awo leitete damals selbst den Johanna-Heymann-Kindergarten. 2002 vertrieb der Hausschwamm die Einrichtung aus dem historischen Gebäude. Als Übergangslösung wurde ein Wohncontainer neben dem Bolzplatz in Wiehagen gewählt. Erst im Sommer 2005 verließen die Kinder das Provisorium und zogen mit ihren Erziehern in den Neubau neben der Grundschule an der Blumenstraße.

45 Plätze hat der Johanna-Heymann-Kindergarten. Es gibt eine Ganztags- und eine Halbtagsgruppe. „Alle Plätze sind belegt“, freut sich Leiterin Birgit Humpert. Doch über den Kindergärten der Stadt schwebt das Damoklesschwert rückläufiger Geburtenzahlen. „2010 werden wir 70 Kindergartenplätze zu viel haben in der Stadt“, schätzt Bernd Block. Darauf muss auch die Awo reagieren. Die zweite Einrichtung des Trägers, der Margarete-Starrmann-Kindergarten auf dem Dierl, hat heute noch 90 Kindergartenplätze, davon fünf Integrativ-Plätze. „Dort steigt die Nachfrage. Für solche Plätze haben wir mehr Anmeldungen als wir Kinder aufnehmen können. Zukünftig wollen wir nur noch 80 Plätze vorhalten, davon aber zehn Integrativ-Plätze. Die Zahl der Regelplätze reduziert sich auf dem Dierl damit um 15“, erklärt Bernd Block.

Eine Feier zum 20-Jährigen am kommenden Samstag nutzen die Awo-Aktiven auch, um für ihr künftiges Familienzentrum zu werben: „Die Logopädin Charlotte Hager wird interessierte Eltern beraten“, wirbt Block. Das Familienzentrum soll neben dem eigentlichen Kindergarten vor allem Beratungsangebote für Eltern bieten. „Wir beraten Familien in Erziehungsfragen, aber auch wenn es um Tagesmütter oder Schuldnerberatung geht“, erklärt Bernd Block.

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Bei zwei Veranstaltungen auf Wiehagen und dem Dierl will die Arbeiterwohlfahrt auch um neue Mitglieder werben. Derzeit hat der Verein nur 55 Mitglieder. „Wir sind ein privater Träger und leben von Spenden und Mitgliedsbeiträgen“, mahnt der Vorsitzende.

Seit diesem Monat können Kinder bereits ab sieben Uhr, also eine halbe Stunde früher als bisher, in den Johanna-Heymann-Kindergarten kommen. Ebenso neu: Fünf Kinder unter drei Jahren können dort betreut werden.

Jubiläumsfeier, Samstag, 1. September, , 11 bis 15 Uhr, Johanna- Heymann- Kindergarten, Blumenstraße; Tag der Arbeiterwohlfahrt, ebenfalls Samstag, 1. September, 15 bis 19 Uhr, Margarete-Starrmann-Kindergarten, Montanusstraße.

(RP)