1. NRW
  2. Städte
  3. Hückeswagen

Hückeswagen: Aus fürs Forstamt besiegelt

Hückeswagen : Aus fürs Forstamt besiegelt

NRW-Umweltminister Eckhard Uhlenberg hatte beim Besuch in Oberberg angekündigt, dass in der Forstverwaltung gespart werden muss. Seit gestern ist klar wie: Das für Hückeswagen zuständig Forstamt Wipperfürth schließt.

Das Aus für die Forstverwaltung in Wipperfürth ist besiegelt. Das erklärte gestern dessen Leiter Günter Dieck auf BM-Anfrage. In Düsseldorf war er am Morgen vor der entscheidenden Kabinettssitzung informiert worden. Zum Bereich Wipperfürth gehören elf Forstbetriebsgemeinschaften mit den Revieren auch in Hückeswagen und Radevormwald und der Forstbetriebsgemeinschaft Remscheid. Die Nachricht vom Aus für das Forstamt erschütterte Wolfgang Felbeck, Landwirt und Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft.

Der Hintergrund: „Das neue Regionen-Forstamt Bergisches Land wird seinen Sitz in Gummersbach haben“, erklärte Dieck. Die Räume in Gummersbach müssen noch gefunden werden. Eingegliedert werden die Ämter und große Teile der Reviere von Waldbröl, Wipperfürth, Mettmann und Bergisch Gladbach. Der Bereich erstreckt sich dann nach Norden bis an die Grenze zu Duisburg. Ausgenommen werden sollen der Staatsforst und Teile von Köln. Der Hückeswagener CDU-Landtagsabgeordnete Peter Biesenbach freut sich, dass die Wahl des Ortes auf Gummersbach gefallen ist. So könne weiterhin eine ortsnahe Betreuung der Waldbesitzer in Oberberg erfolgen.

  • Hückeswagen : Schwächung für ländlichen Raum
  • Die Corona-Zahlen in Hückeswagen steigen weiter.
    Pandemie in Oberberg : 13 weitere Corona-Fälle in Hückeswagen
  • Hückeswagener vermutet Superspreader-Event : Corona-Ausbruch auf Sportlerball in Wipperfürth?

Der Hückeswagener Wolfgang Felbeck hingegen ist beunruhigt. „Die Mitglieder unserer Forstbetriebsgemeinschaft brauchen die Nähe zu ihrem Revierförster, der ihnen entscheidende Hilfe bei der Existenzsicherung leistet. Ich hoffe wirklich, dass unsere gute Zusammenarbeit mit Revierförster Heiner Grüter nicht unter dem Umzug leidet.“ Grüter beantwortet Waldbauern zum Beispiel Fragen zum Holzverkauf, zu Fördermöglichkeiten für Waldbesitzer oder zur Absatzförderung für Holzpellet- bzw. Hackschnitzel-Heizungen. Wolfgang Felbeck will jetzt umgehend eine Vorstandssitzung der Forstbetriebsgemeinschaft einberufen, um – wenn nötig – in Ruhe Änderungen zu durchdenken. Ändern könnte sich für die 176 Betriebe der Gemeinschaft unter anderem der Holzverkauf. „In anderen Gegenden haben sich Holzverkaufsgemeinschaften gegründet; ein Geschäftsführer regelt dann den Holzverkauf. Doch nicht immer rechnet sich die Einrichtung einer solchen Stelle. Das müssen wir alles erst abwägen“, sagt Felbeck.

Ob es auch zu einer Neuordnung der Forstbetriebsbezirke kommt, soll später entschieden werden. Günter Dieck erklärte, dass aus den 360 Forstbetriebsbezirken 300 werden sollen. „Das könnte, je nach Zuschnitt, auch bei uns zu neuen Grenzen führen“, betonte er. In Hückeswagen sind insgesamt 856 Hektar Wald ausgewiesen.

(RP)