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Hückeswagen: Aufbruch in die Zukunft mit neuem Logo

Hückeswagen : Aufbruch in die Zukunft mit neuem Logo

Die Bergische Energie- und Wasser-GmbH (BEW) stellt sich für den Markt der Zukunft auf. Sichtbares Zeichen des auch in Hückeswagen regionalen Versorgers für Strom, Wasser und Gas ist sein neues Erscheinungsbild mit neuem Logo.

Beim regionalen Energieversorger BEW hat mit dem neuen Geschäftsführer Jens Langner am 1. April nicht nur personell eine Zäsur stattgefunden. Das Unternehmen, getragen von den Städten Wermelskirchen, Wipperfürth und Hückeswagen, will sich im regionalen und überregionalen Markt neu positionieren. Geplant sind neue Produkte, mehr Service und mehr Dienstleistung - all dies wird ab heute nach außen signalisiert mit einem neuen Erscheinungsbild und einem neuen Logo.

"Wir müssen uns weiterentwickeln, um das zu bleiben, was wir sind: ein erfolgreicher und zuverlässiger, regionaler Versorger für Strom, Wasser und Gas", sagte Langner gestern bei der Vorstellung seiner Zukunftspläne. Die Wachstumsziele der BEW bezeichnete er vorsichtig als moderat ("Zahlen werden wir noch mit dem Aufsichtsrat absprechen."), aber die BEW will als Anbieter in ganz NRW aktiv werden. Denn schon mit der Ausweitung nach Halver und Lüdenscheid seien einige tausend neue Kunden hinzugewonnen worden. Insgesamt hat die BEW inzwischen 45 000 Kunden in den drei Sparten.

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Der regionale bergische Markt aber reicht nicht, um in der Zukunft bestehen zu können und die Wünsche der Aufsichtsräte aus den drei Kommunen, eine betriebswirtschaftliche Ergebniskonstanz für die Zukunft, zu sichern. Denn: Kundenbedürfnisse, Energiewende und Demografie sorgen für Außeneinwirkungen, auf die die BEW jetzt vorausschauend reagiert.

Strom, Wasser und Gas reichen den Kunden längst nicht mehr - ihre Bedürfnisse ändern sich. Die BEW will deshalb viel stärker auch als Dienstleister auftreten, um Privat- und auch Industriekunden zu helfen. "Wir müssen unsere Kompetenz in diesem Bereich verbessern und unser bestehendes Angebot ergänzen", sagte Langner. Als ein Beispiel nannte er Photovoltaikanlagen. Hier zeichne sich ab, dass der Stromabsatzmarkt kleiner werde und damit auch die Marge geringer ausfalle - so müsste in Zukunft dieser Kunde viel stärker im Servicebereich betreut werden, um das Ergebnis zu halten.

Der Bevölkerungsschwund sei absehbar: Zehn Prozent jeweils in Hückeswagen und Wermelskirchen, jeweils sechs Prozent in Wipperfürth und Kürten. "Damit wird der Markt kleiner. Und die Altersstruktur ändert sich." Nach Ansicht von Langner seien die Wassernetze überdimensioniert - dort, wo kein Löschwasser vorgehalten werden müsse, müssten die Durchmesser verringert werden.

Das neue Logo, umgesetzt auch im neuen Online-Portal, sei passender und frischer für ein Dienstleistungsunternehmen. Verzichtet wird auf den Hinweis der Rechtsform im Logo (GmbH), die Typografie ist verschlankt worden, und es wurde ein Slogan entwickelt: "Für hier. Für uns." "Das soll zeigen, dass wir mit der Region eng verbunden und für unsere Kunden da sind", sagte Langner. Die Kunden werden in den nächsten Tagen mit einem Mailing über die Zukunftsabsichten informiert. Der neue Außenauftritt der BEW kostet etwa vier Euro je Kunde - also etwa 180.000 Euro. "Der Aufsichtsrat trägt diese Investition mit", erklärte der Geschäftsführer.

(RP)