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Hückeswagen: Auch Rade klagt gegen die WestLB

Hückeswagen : Auch Rade klagt gegen die WestLB

Die Klage der Stadt Hückeswagen gegen die WestLB läuft bereits, nun ziehen auch die Nachbarn nach: Einstimmig hat der Radevormwalder Rechnungsprüfungsausschuss in dieser Woche einer Klage gegen die Landesbank zugestimmt. Es sei davon auszugehen, dass dieses Votum in der Sitzung des Rader Stadtrates am 13. Dezember bestätigt werde, sagte Bürgermeister Dr. Josef Korsten der BM.

Klagen wird die Stadt auf Nichtigkeit aller bis 2008 getätigten und über die WestLB abgewickelten Swap-Geschäfte. Bei diesen Zinswetten, die auf der Relation des Euro zum Schweizer Franken basieren, hat Radevormwald allerdings nicht annähernd so hoch "gepokert" wie Hückeswagen: Im Etat der Nachbarstadt ist der so genannte Drohverlust mit 3,7 Millionen Euro ausgewiesen, im Hückeswagener Etat dagegen mit fast 20 Millionen Euro. Allerdings rechnet Bürgermeister Uwe Ufer damit, dass diese Zahl zum nächsten Stichtag — das ist der 31. Dezember 2012 — "deutlich nach unten" korrigiert werden kann, wie er kürzlich im BM-Gespräch sagte.

Die Klageschrift für die Stadt Radevormwald wird erst 2012 erstellt. Da keine Verjährungsfristen zu beachten sind, drängt die Zeit nicht.

(bm)