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Auch Hückeswagener treten beim Stadtradeln in die Pedale

Aktion für Klimafreundlichkeit : Dreiwöchige Stadtradeln-Aktion gestartet

Hückeswagener treten für Stadt und Umwelt in die Pedale und wollen den Titel der Premiere verteidigen. Bei der Aktion Stadtradeln geht es den Veranstaltern nicht zuletzt darum, für eine klimafreundliche Mobilität zu werben.

Die Schloss-Städter hat der Ehrgeiz gepackt. Immerhin gilt es, einen Titel zu verteidigen. Bei der Premiere des Stadtradelns 2018 hatten die Hückeswagener mit den zurückgelegten Fahrradkilometer die Nase ganz vorn im Oberbergischen Kreis. Damit das noch einmal gelingen kann, ließen die Teilnehmer keine Zeit des dreiwöchigen Aktionszeitraums, vom 27. Juni bis zum 17. Juli, ungenutzt. Schon am frühen Samstagmorgen waren die ersten 170 Kilometer im Sack. „Wir sind um Mitternacht mit den Rennrädern zu einer großen Runde über Marienheide, Gimborn und Wipperfürth gestartet“, berichtete Peter Postler vom dreiköpfigen Velodream-Team. Am Vormittag saß er bereits wieder im Sattel und stattete dem Infostand in den Wupperauen einen Besuch ab.

Tourismusbeauftragte Heike Rösner hatte zum Auftakt des Stadtradelns Pavillons mit Verpflegung für die Radfahrer aufgebaut. Die Koordinatorin zeigte sich zuversichtlich, dass die Schloss-Stadt auch in diesem Jahr ganz weit vorne mitfahren wird.

Mitmachen kann jeder, der mit dem Fahrrad Kilometer für sein Team sammeln möchte. Bei dem Wettbewerb geht es darum, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen, um die Umwelt zu schonen und auf die Bedürfnisse der Radfahrenden aufmerksam zu machen. Die Bürgermeister von Hückeswagen, Wipperfürth und Radevormwald machten es gleich einmal vor und fuhren am Nachmittag von Marktplatz zu Marktplatz. „Es haben sich noch nicht so viele Teams angemeldet wie beim vorigen Mal, aber es kommen bestimmt noch welche dazu“, äußerte sich Bürgermeister Dietmar Persian optimistisch.

Das Alter spielt dabei keine Rolle. „Wir sind seit Corona schon 2000 Kilometer mit dem Rad gefahren“, berichteten Günter (82) und Rosi (79) Luchtenberg. Die Freizeitsportler aus Wermelskirchen legten am Samstag am Infostand eine Pause ein, wo auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) RheinBerg-Oberberg präsent war und eine Fahrradcodierung angeboten hatte. Hierbei wird ein Zahlencode als Diebstahlsicherung in den Rahmen des Fahrrads graviert, durch den sich der Eigentümer ermitteln lässt, was Dieben und Hehlern den Verkauf erschwert. „Die Räder sind ja nicht ganz billig, und so hat man wenigstens die Chance, dass es wieder auftaucht“, sagte Radfahrerin Silke Tscheschlog.

Heike Rösner wird in den kommenden drei Wochen Ansprechpartnerin für die Hückeswagener Stadtradler sein. Sie hat dafür nicht nur ihren Urlaub verschoben, sondern schwingt sich auch selbst aufs Fahrrad. „Ich verschicke auch regelmäßig Motivationsmails an die Teilnehmer“, kündigte sie lachend  an.