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Auch Hückeswagener Schulen ziehen Osterferien vor

Hückeswagen in Zeiten des Coronavirus' : Schulen ziehen Osterferien vor

Am Montag und Dienstag können Eltern entscheiden, ob sie ihre Kinder schicken.

Eigentlich starten die Osterferien in NRW in diesem Jahr am 6. April, nun werden sie wegen der Coronakrise um drei Wochen vorgezogen und entsprechend verlängert. „Ich hatte schon einen Notfallplan vorbereitet, den kann ich jetzt ausführen“, sagte Thorsten Schmalt, kommissarischer Leiter der Realschule, auf Anfrage unserer Redaktion.

Noch am Nachmittag wollte er „eine lange E-Mail“ verfassen, die er an die Schulpflegschaftsvorsitzende schicken wollte, die diese wiederum an die Eltern weiterleiten sollte. Darin erklärte Schmalt, dass die Schule offiziell ab Montag, 16. März, geschlossen ist – das gilt selbstverständlich auch für alle anderen Hückeswagener Schulen. Für alle gilt zudem laut Bürgermeister Dietmar Persian, dass die Eltern am Montag und Dienstag entscheiden können, ob sie ihre Kinder in die jeweilige Schule schicken oder nicht: „Die Schulpflicht ist aufgehoben.“ Sämtliche Schulleitungen seien auf die Schließung vorbereitet.

Das Problem wird in den nächsten Wochen die Betreuung der Kinder sein, denn nicht alle Eltern können zu Hause bleiben. An der Realschule ist die Betreuung von Kindern für Montag und Dienstag, deren Eltern über das Wochenende keine Versorgung organisieren können, geregelt: „Die Kinder werden hier an der Schule von den Lehrkräften sinnvoll beschäftigt“, berichtete Schmalt.

Dass eine Ansteckungsgefahr so weit wie möglich minimiert wird, ist ebenfalls gesichert: An der Realschule werden die Tische auseinandergezogen, dass dazwischen mindestens 1,50 Meter Abstand sind. Auch wird an jedem Tisch nur ein Schüler sitzen. „Uns steht schließlich das ganze Gebäude zur Verfügung. Denn ich gehe davon aus, dass die meisten Schüler nicht kommen werden“, sagte der kommissarische Schulleiter.

Zudem versicherte er, dass bis zum offiziellen Beginn der Osterferien alle Kinder an der Realschule betreut werden, deren Eltern keine Möglichkeit haben, sich vormittags um sie zu kümmern. Schmalt: „Wir lassen kein Elternteil im Regen stehen.“

(büba)