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Hückeswagen: ATV erhält Leader-Mittel für barrierefreien Weg

Hückeswagen : ATV erhält Leader-Mittel für barrierefreien Weg

Der Sportverein kann jetzt seinen neuen Weg zur Halle bauen: Das Projekt wird zu 65 Prozent gefördert.

Es gibt Telefonate, die machen Freude. Wie dieses, das Jörg von Polheim jetzt führte. Hatte ihn doch Martin Deubel, der Leader-Regionalmanager vom Verein Bergisches Wasserland angerufen und mitgeteilt, dass der Antrag des ATV erfolgreich war. Der Verein will einen barrierefreien Weg vom Parkplatz zur vereinseigenen Halle auf dem Fürstenberg bauen, was etwa 45.000 Euro kosten wird. Fast zwei Drittel der Kosten, also 29.000 Euro, kommen jetzt aus dem Leader-Topf. Das EU-Förderprogramm kümmert sich um die Förderung des ländlich geprägten Wirtschaftsraums. Der Name "Leader" leitet sich dabei aus den Anfangsbuchstaben des entsprechenden französischen Mottos "Liaison entre actions de développement de l'économie rurale" ab.

In der Schloss-Stadt ist bereits der Verein 3-Städte-Depot in den Genuss einer Förderung gekommen. Dessen Mitglieder aus Hückeswagen, Radevormwald und Wipperfürth wollen alte Technik für die Zukunft bewahren und dabei vor allem Kindern und Jugendlichen diese im Rahmen des Projekts "Sinnliche Technik-MINT" näherbringen. Als finanzielle Unterstützung gab's im September aus dem EU-Fördertopf etwa 32.000 Euro.

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"Dem Sportverein ATV aus Hückeswagen geht es darum, Benachteiligte zu unterstützen", heißt es in der Begründung des Vereins Bergisches Wasserland. Um Kurse für sie anzubieten, muss der Zugang zur Halle mit einer Rampe barrierefrei werden - noch aber müssen alle Sportler und sonstigen Besucher einen Höhenunterschied von etwa drei Metern über eine Treppe oder einen geschotterten Anstieg daneben auf sich nehmen. In der Halle will der ATV künftig spezielle Kurse wie einen "Rollator-Führerschein" und in Kooperation mit Hückeswagener Einrichtungen Rehabilitationskurse anbieten. "Der barrierearme Umbau der Toiletten ist ebenfalls vorgesehen", berichtet das Bergische Wasserland.

Bevor die ersten Teilnehmer solcher Kurse überhaupt in die Halle gelangen, will der Verein rechts neben ihr - vor dem Anbau mit der Gymnastikhalle - einen barrierefreien, serpentinenartigen Weg anlegen. Bei einer maximalen Steigung von sechs Prozent und einem Höhenunterschied von 2,80 Meter wird der Weg etwa 50 Meter lang werden. Die Kosten dafür beziffert von Polheim, Vorsitzender des ATV, auf 45.000 Euro.

Nun herrscht im Verein zumindest Klarheit, dass das Projekt angegangen werden kann. Die restlichen 16.000 Euro sind für den Sportverein aber immer noch ein großer Batzen, weswegen sich der Vorstand um weitere Fördermittel bemühen will - etwa von der Aktion Mensch. "Wir sind aber auch für Spenden offen", sagt von Polheim.

Jetzt sollen aber Angebote eingeholt und der Bauantrag gestellt werden. Von Polheim hofft, dass noch in den Sommerferien mit dem Bau des barrierefreien Wegs begonnen werden kann - denn in dieser Zeit ruht der Turnbetrieb in der Halle.

(büba)