Hückeswagen Architekt: Haus Zach wird nicht teurer

Hückeswagen · Ralf Eversberg ist sich sicher: "Wir werden mit dem Geld aus dem Konjunkturpaket II auskommen." Der Architekt geht davon aus, dass für den Umbau und die Sanierung des Hauses Zach in ein Kulturzentrum die vom Bund zur Verfügung gestellten 593 000 Euro ausreichen werden.

Das teilten er und der Vorsitzende des Trägervereins "Kultur-Haus Zach", Detlef Bauer, Dienstagabend den Mitgliedern des Bauausschusses mit. Im Vorfeld hatten sie die Pläne in einem Pressegespräch erläutert. Zwar geht auch der Architekt von weiteren Kosten aus, aber die seien abgesichert: Zum einen muss der Verein Eigenleistungen in Höhe von zwölf Prozent des Bundeszuschusses aufbringen (etwa 72 000 Euro), zum anderen seien bereits Spenden in Höhe von 13 000 Euro eingegangen.

Eversberg präsentierte den Politikern ein neues Konzept (688 000 Euro) für das Haus Zach, das auf dem ersten Entwurf seines Vorgängers Günter Blumberg basiert. "Wir haben Möglichkeiten gefunden, die Kosten zu reduzieren", erläuterte Eversberg.

Im ersten Entwurf (790 000 Euro) war ein fünfgeschossiges Treppenhaus — einschließlich eines Personenaufzugs — vom Keller bis zur obersten Etage vorgesehen, wo die Musikschule untergebracht werden sollte. "Dadurch sind die Kosten explodiert", sagte der Architekt.

Ein weiterer Kostentreiber seien die geplanten Toiletten im Keller gewesen. Weil der Abfluss aber höher als die Kellersohle liegt, hätten zusätzlich eine Pumpe und auch noch eine Entlüftung eingebaut werden müssen.

Eversbergs Pläne sehen nun Folgendes vor: Die nachträglich an das Haus angebaute, unattraktive Schaufensterfront wird abgerissen, an ihrer Stelle kommt ein kleiner, zweigeschossiger Anbau inklusive Aufzug (für diesen hofft der Verein auf Zuschüsse der Stiftung Wohlfahrtspflege). Dadurch, versicherten Bauer und Eversberg, sind die Veranstaltungssäle im Erdgeschoss und 1. Obergeschoss auch für Rollstuhlfahrer gut zu erreichen. Wer zur Musikschule will, muss jedoch das Treppenhaus benutzen. Dafür bleibt immerhin das Türmchen.

Das gesamte Gebäude erhält eine Brandmeldeanlage, da die Geschossdecken laut Aussage des Architekten den modernen Brandschutzanforderungen nicht entsprechen. Zudem müssen unter die Decke des Erdgeschosses sieben Stahlträger eingebaut werden. Der Grund: "Wenn man anfängt zu springen, dann schwingt die Decke", hat Eversberg festgestellt.

Er und Bauer sind zuversichtlich, den Umbau bis Ende des Jahres bewältigen zu können. "Die Baugenehmigung kommt voraussichtlich Ende Juni", berichtete der Architekt. Und Bauer ist optimistisch, dass der Verein in Genuss eines Zuschusses der Stiftung Wohlfahrtspflege kommen wird: "Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, sieht's gut aus."

(RP)
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