Hückeswagen: Arbeitsmarkt stabil – mit Abstrichen

Hückeswagen : Arbeitsmarkt stabil – mit Abstrichen

Die Kernaussage im gestern veröffentlichten Monatsbericht der übergeordneten Arbeitsagentur Bergisch Gladbach ist positiv: "Der Arbeitsmarkt in der Region ist stabil." Insgesamt ließen die ersten Monate in 2012 "auf ein gutes Jahr hoffen", sagt Anna Artmann, Vizechefin der Agentur, die für die Landkreise Oberberg und Rhein-Berg sowie die kreisfreie Stadt Leverkusen zuständig ist. Artmann ist überzeugt, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten weiter sinken wird – "auch wenn die Entwicklung sicherlich nicht mehr die Dynamik der Vergangenheit haben wird".

Artmanns Einschätzung stützt sich auch auf die Trends im April. Das Fazit: Die Zahl der Arbeitslosen in der Region ist weiter leicht zurück gegangen (wie eigentlich immer im April). Parallel dazu stieg die Zahl der offenen Stellen leicht an.

Für den Arbeitsmarkt in Hückeswagen gilt der positive Trend nur eingeschränkt. Die Zahl der Arbeitslosen in der Schloss-Stadt ging zwar ebenfalls leicht zurück (von 498 Ende März auf nun 489). Daneben steht in der Statistik aber ein Rückgang der gemeldeten offenen Stellen (von 87 im März auf nun 83). Im Vergleich zum selben Zeitpunkt des vorigen Jahres sind derzeit sogar gut 60 offene Stellen weniger gemeldet, was einem Rückgang um 42 Prozent entspricht. Damit steht der Arbeitsmarkt in Hückeswagen schlechter da als der in allen anderen oberbergischen Städten und Gemeinden. Einen Rückgang der Job-Angebote im Vergleich zum Vorjahr hat es sonst nur im benachbarten Radevormwald gegeben (minus 21 Prozent). In allen anderen Kommunen im Kreisgebiet ist die Zahl der gemeldeten Stellen, also die Kräftenachfrage der örtlichen Wirtschaft, seit April 2012 gestiegen – kreisweit um 15 Prozent.

Ein spezielles Problem im oberbergischen Norden (Hückeswagen, Rade und Wipperfürth) ist laut Arbeitsagentur, dass einige Betriebe den Umfang der Zeitarbeit und die Beschäftigung von Produktionshelfern reduziert haben. Gesucht werden hingegen weiterhin unter anderem CNC-Dreher, Zerspanungsmechaniker sowie Fachkräfte in der Altenpflege.

(RP)