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Hückeswagen: Altstadtfest – Ufer gibt den Hückeswagenern einen aus

Hückeswagen : Altstadtfest – Ufer gibt den Hückeswagenern einen aus

Die Hückeswagener, die am Samstagabend das Altstadtfest besuchen, können sich freuen: Von 18 bis 19 Uhr gibt es am Bierstand der Schützen auf dem Schlossplatz Freibier (und auch die antialkoholischen Getränke sind frei).

Gezapft wird es von seinem Spender, Uwe Ufer. Der Bürgermeister, der zum 1. November bei den Diakonischen Werken Köln eine neue Stelle annimmt, nutzt das größte Fest der Stadt, um seinen Ausstand zu geben und sich von den Hückeswagenern zu verabschieden. Vier Zapfhähne, 200 Liter Bier und 500 Erinnerungsbecher mit dem Klassiker von Trude Herr "Niemals geht man so ganz. . ." hat Sekretärin Monika Winter für diese Aktion organisiert. "Wer möchte, kann seinen Becher als Erinnerung mit nach Hause nehmen", sagt sie.

Nach neun Jahren legt der Bürgermeister sein Amt zum 31. Oktober nieder. Von der Aktion auf dem Stadtfest sollen jedoch alle Hückeswagen — vom Kind bis zum Opa — etwas haben: "Ich möchte mich nicht nur formal, sondern auch von den ganz ,normalen' Leuten verabschieden", betont Ufer. Dafür räumen die Schützen für eine Stunde ihren Platz hinter dem Tresen des Bierstands und überlassen ihn dem scheidenden Stadt-Chef und seiner Zapf-Mannschaft.

Neben Ufer werden auch Kämmerer Bernd Müller, Wirtschaftsförderin Katja Leidenberger, Monika Winter und ihre Kollegin aus Königs Wusterhausen, Birgit Krause, Torsten Kemper, Dietmar Persian und Gerhard Otto die Freigetränke samt Becher unter die Leute bringen. Auch für das eine oder andere Gespräch möchte sich Ufer nebenher noch Zeit nehmen.

Offizielle Abschiedsfeiern gibt es am 15. Oktober im Rat und am 30. Oktober mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung. Offiziell verabschiedet wird der Bürgermeister am 28. Oktober mit rund 150 geladenen Gästen und Vertretern aus Nachbarstädten, Industrie und Vereinen im Casino der Firma Pflitsch.

Jetzt freut sich Ufer aufs Fest und das Pils: "Es wird richtiges Bier geben und kein Köln", kündigt der Fan des Fußball-Bundesligisten Borussia Mönchengladbach an. Mit derartigen Meinungsäußerungen über die Kölner Braukunst dürfte er in Zukunft wahrscheinlich sparsamer umgehen, wenn er seine neue Arbeitsstelle in der Domstadt antritt.

(heka)