Stadtverwaltung Hückeswagen : Alexander Stehl hat Spaß am Amt

Stadtverwaltung Hückeswagen : Alexander Stehl hat Spaß am Amt

Am 1. August 2018 hatte Alexander Stehl den Fachbereich Bildung und Soziales übernommen und damit die Nachfolge von Michael Kirch angetreten. Nach einem Jahr im Amt fällt das Resümee des 42-Jährigen aus Schwelm positiv aus.

Sein Büro dürfte eines der schönsten bei der Stadtverwaltung sein. Zumindest was den Ausblick betrifft, kann Alexander Stehl doch unter anderem auf das Schloss und den darunter liegenden Schlosshagen schauen. Auch das geschäftige Treiben auf dem Bahnhofsplatz und im Foyer unterhalb des Bürgerbüros kann er verfolgen – Möglichkeiten, sich einmal von der verantwortungsvollen Arbeit abzulenken, hat der 42-Jährige reichlich. Ob er sie nutzt, ist allerdings eine andere Frage. Denn die Arbeit bei der Stadtveraltung gefällt dem Schwelmer ausgesprochen gut.

Das Aufgabenfeld des Leiters des Fachbereichs Bildung und Soziales ist vielfältig (siehe Info-Kasten). Stehl ist daher und nicht nur deshalb, weil er noch relativ neu dabei ist, auf ein gut funktionierendes Team angewiesen. Das klappt offenbar problemlos, denn seinen Kollegen macht er gleich mal ein großes Lob. Ebenso wie das Miteinander in seinem Fachbereich motiviert ihn aber auch die gute Zusammenarbeit mit der Politik. Stehl verweist etwa auf das „Megaprojekt Schul-Neubau“. „Im Arbeitskreis sind alle Beteiligten gut vorbereitet, stellen wichtige Fragen und arbeiten gemeinsam an der Entwicklung des Projekts“, bestätigt er. Überhaupt gefalle ihm die sachorientierte Arbeit in Hückeswagen, so dass auch mal offene Kritik geäußert werden könne. Die sei nicht emotional besetzt, wie in anderen Städten. Und in den Diskussionen werde vernünftig argumentiert und im Sinne der Bürger agiert. „Das ist keine Selbstverständlichkeit“, hat der 42-jährige Jurist festgestellt.

Stadt und Verwaltung lernte er schon von 2006 und 2010 kennen, als er beim Jobcenter in Hückeswagen tätig war. Weswegen es Stehl, der zuletzt die Rechtsstelle des Jobcenters des Ennepe-Ruhr-Kreises leitete, auch gereizt hatte, wieder hier zu arbeiten. Zudem ist er von zu Hause in Schwelm in gerade einmal 20 Minuten an seiner Arbeitsstelle. Die Strecke legt der Mann, der auch gerne wandert und Kanu fährt, mitunter mit dem Fahrrad zurück.

In den jetzt knapp 13 Monaten als Fachbereichsleiter hat Stehl schon einiges mit angestoßen. So die konzeptionelle Neuausrichtung der Stadtbibliothek und den Medienentwicklungsplan für die Schulen („die Zusammenarbeit mit den Schulleitungen läuft hervorragend“). Der Seniorentag, dessen Premiere im Mai Bettina Heldt und Diana Hintemann organisiert hatten, sei gut angelaufen. Und im November hatte der Fachbereichsleiter zusammen mit dem Bürgermeister in der Partnerstadt Etaples die 100-Jahr-Feier zum Ende des Ersten Weltkriegs besucht. „Das war sehr beeindrucken und hat gezeigt, wie wichtig der Austausch mit Frankreich ist“, sagt Stehl, der nach der Rückkehr Mitglied des Partnerschaftskomitees wurde. Auch die interkommunale Zusammenarbeit vorrangig mit Wipperfürth, aber auch mit Radevormwald und Marienheide, funktioniere.

Eine aktuelle Neuerung ist, dass das Wohngeld nun auch online beantragt werden kann (s. „Wohngeld jetzt auch online beantragen“). Ein weiteres Projekt ist das Förderprogramm des Landes für Sportstätten. Da will der Fachbereichsleiter mit dem Stadtsportverband schauen, was etwa am Sportplatz Schnabelsmühle, aber auch an anderen Sportstätten umsetzbar ist. Da müsse jetzt erst noch ein Konzept erstellt werden.

Stehl ist durchweg zufrieden mit seinem Start in der Schloss-Stadt: „Bislang habe ich alles richtig gemacht“, bilanziert er lächelnd. Es sei richtig gewesen, sich nach Hückeswagen zu bewerben und sich hier einzubringen.

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