Konzert in der Pauluskirche Afrika mitten in Hückeswagen

Hückeswagen · Beeindruckendes Konzerterlebnis in der Pauluskirche: Der Hückeswagener Chor „Joyful Gospels“ sang zusammen mit dem Neusser Chor „Harambee“.

 Die Bühne in der Pauluskirche war gut gefüllt mit den beiden Chören aus Hückeswagen und Neuss.

Die Bühne in der Pauluskirche war gut gefüllt mit den beiden Chören aus Hückeswagen und Neuss.

Foto: Wolfgang Weitzdörfer

Es war eine „Familienzusammenführung“ der musikalischen Art, die Samstagabend in der Pauluskirche und am Sonntagabend ein zweites Mal in Neuss stattfand. Der Chor „Joyful Gospels“ traf sich mit dem Neusser Chor „Harambee“ zum Gemeinschaftskonzert unter dem Motto „African Gospels“. Astrid Ruckebier leitete die „Joyful Gospels“, während ihr Sohn Valentin „Harambee“ dirigierte. Ein Gemeinschaftskonzert war schon lange geplant, aber Pandemie und andere Widrigkeiten hatten die Realisierung hinausgezögert.

Das Warten hatte sich gelohnt, denn der Klang, den beide Chöre zusammen mit ihren etwa 50 Sängern erzeugten, war durchaus eindrucksvoll und wirkmächtig. Da war es beinahe schade, dass die gemeinsamen Stücke lediglich an gut einer Hand abzuzählen waren. Allerdings ist es auch eine große Herausforderung, selbst diese wenigen Stücke gemeinsam zum Klingen zu bringen, denn die Chöre arbeiten ehrenamtlich.

Wenn dann zwei Ensembles aus unterschiedlichen Städten zusammenarbeiten wollen, ist der Aufwand noch einmal ungleich größer. Dennoch, die gemeinsam gesungenen Stücke, etwa das südafrikanische Traditional „Shumayela“, das von Trommeln unterstützt wurde, oder das Traditional des Xhosa-Volks, „Masithi“, profitierten von der deutlich größeren Stimmgewalt. Das wurde vor allem dann deutlich, als die beiden Chöre einzeln die Bühne im Altarraum betraten. Nicht, dass das Dargebotene schlechter gewesen wäre, es war schlicht ein wenig weniger klangmächtig. Es war auf jeden Fall eine sehr schöne Idee, dass diese beiden Chöre einmal „gemeinsame Sache“ machten.

Es waren, dem Titel gemäß, hauptsächlich traditionelle Lieder des afrikanischen Kontinents, die auf dem Programm standen. Doch hatte sich auch das eine oder andere englischsprachige Stück dazwischen gemogelt. Etwa „Lord, The Light Of Your Love“ oder „The Water Is Wide“ von „Harambee“ oder „In Your Arms“ bei den „Joyful Gospels“.

Neben den Texten in afrikanischen Dialekten, waren es vor allem auch die Trommeln, die einen aus dem herbstlichen Bergischen Land in die kenianische oder kongolesische Savanne entführten. Und während die „Joyful Gospels“ sich bunt gemusterte Tücher über ihre schwarze Kleidung gezogen hatten, waren es bei „Harambee“ vor allem rote und vereinzelt auch orangene Tücher, die für farbliche Effekte neben der Musik sorgten.